
Power-2-Heat-Anlagen sind Elektrodenheizkessel, die elektrische Energie mit hoher Effizienz direkt in Wärme umwandeln. Bei dieser Technologie können in kompakter Bauweise große Leistungen bereitgestellt werden, insbesondere um Spitzenlasten abzudecken.
Mit dem E-Heizer im Maschinenhaus des historischen Kraftwerks Herrenhausen (Betrieb seit 2020) haben wir im Zusammenspiel mit dem dortigen Fernwärmespeicher gute Erfahrungen gesammelt, so dass er von 20 auf 26 MW Leistung erweitert wird.
Das Wärme-Anlagenportfolio zum Kohleausstieg bekommt zwei weitere große “Power-to-Heat"-Anlagen (P2H). Eine 50 MW-Anlage ist im Maschinenhaus des ehemaligen Kraftwerks Herrenhausen in Bau. Eine weitere 100 MW-Anlage ist im Stadtteil Roderbruch geplant.
Die Power-to-Heat-Anlagen dienen damit im Kohleausstiegsportfolio mit einer Wärmeleistung von insgesamt über 170 MW zur Absicherung der Fernwärmeversorgung während kurzzeitiger Spitzenlastphasen oder zur günstigen Wärmeproduktion bei erneuerbarem Stromüberschuss.
Funktionsweise
Ein Elektrodenheizkessel nutzt Wechselstrom, der an mehrere Elektroden im Kessel angelegt wird. Diese Elektroden stehen direkt mit dem Wasser im Kessel in Kontakt. Der Stromfluss durch das Wasser erzeugt Wärme, wodurch das Wasser effizient erhitzt wird, denn annähernd 100 % der eingesetzten elektrischen Energie wird in Wärme umgewandelt.
In Fernwärme-Systemen finden diese Anlagen zunehmend Einsatz, da sie überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie günstig und emissionsfrei nutzen können. Weiterhin bieten sie eine hohe Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten, mit denen sie innerhalb weniger Minuten von Stillstand auf Volllast hochfahren können und so auf plötzliche Lastspitzen reagieren können.
Leistung
Die Leistung von Power-to-Heat-Anlagen (P2H-Anlagen) variiert, je nach Anwendungsbereich und Größe der Anlage. Industrielle oder netzgebundene P2H-Anlagen können Leistungen zwischen 20 MW bis zu 100 MW oder mehr bereitstellen.
In Fernwärme-Systemen finden diese Anlagen zunehmend Einsatz, da sie überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie günstig und emissionsfrei nutzen können. Weiterhin bieten sie eine hohe Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten, mit denen sie innerhalb weniger Minuten von Stillstand auf Volllast hochfahren können und so auf plötzliche Lastspitzen reagieren können.