Wagenersche Stiftung
    Engagement

    Gutes für andere tun – die Wagenersche Stiftung

    Vor 237 Jahren verfügte der Bäckermeister Johann Jobst Wagener aus Hannover in seinem Testament, eine Stiftung zu gründen, die Menschen in prekären Lebenslagen helfen sollte. Heute blickt die Wagenersche Stiftung auf einen erfolgreichen Weg zurück. Auch enercity liegt das Gemeinwohl am Herzen, deshalb unterstützt das Unternehmen die Stiftung seit vielen Jahren.

    Etwas versteckt und doch mitten in Hannover befindet sich in einem schmucken alten Gebäude die Wagenersche Stiftung. Hier finden wirtschaftlich und meist sozial benachteiligte Menschen ein neues Zuhause. Manche von ihnen bleiben nur eine kurze Zeit, andere über mehrere Jahre. Ermöglich wird ihnen dies durch das Erbe des Bäckermeisters Johann Jobst Wagener, der von 1712 bis 1785 in Hannover lebte. In seinem Testament legte er fest, dass nach seinem Ableben und dem seiner Angehörigen das verbleibende Vermögen in eine Stiftung übergehen solle. Ihm lag es am Herzen, nicht wegzuschauen, sondern sich um Menschen zu kümmern, die abseits der Gesellschaft stehen. So wurde im Jahr 1853, 68 Jahre nach seinem Tod, die Stiftung eingerichtet. Zunächst unterstütze die Wagnersche Stiftung benachteilige Menschen finanziell, im Jahr 1896 wurde dann der Bau eines großzügigen Gebäudes verwirklicht.

    Alles zum Wohl der Bewohner

    Der ursprüngliche Gedanke gilt auch heute noch für die Wagenersche Stiftung, in der sich meist Ehrenamtliche engagieren und die Bewohner mit großer Fürsorge im Alltag unterstützen. Eine der Ehrenamtlichen ist Gunda Pollok-Jabbi, sie leitet die Stiftung und setzt sich neben administrativen Aufgaben für das Wohl der dort lebenden Menschen ein. „Bei uns wohnen Junge und Ältere, Frauen und Männer und manchmal auch ein Elternteil mit Kind. Unsere Einrichtung ist offen für jeden, der diese Hilfe benötigt, ganz egal welchem Glauben oder welcher ethnischen Herkunft sie oder er angehört“, sagt die Stiftungsvorsteherin. 

    Rund 79 Wohnungen befinden sich in dem Gebäude an der Glocksee, unweit der Ihmeauen. Auch ein Innenhof mit Bäumen, Rasen, Beeten und Platz für einen Fitnessparcours sind vorhanden. Jeder Bewohner hat hier die Möglichkeit, sich ein eigenes kleines Beet anzulegen und Blumen, Kräuter oder Gemüse anzupflanzen. Trotz geschäftigem Stadttreiben vor den Mauern kommt im Garten eine idyllische Atmosphäre auf. Das liegt nicht zuletzt an den Menschen, die hier leben und arbeiten, sowie an dem gepflegten Zustand des Gebäudes und der Gartenanlage. Genauso einladend wie der Garten sind die hellen kleinen Wohnungen, die alle über eine Küche verfügen, sodass jeder sich seine Malzeiten selbst zubereiten kann. Einmal pro Woche ist jedoch ein besonderer Tag, dann kochen Ehrenamtliche für die Bewohner und es wird gemeinsam gegessen. Für die Mahlzeit müssen die Bewohner lediglich einen Obolus zahlen. 

    Wagenersche Stiftung
    1896 errichtet: der Wohngebäudekomplex der Wagenerschen Stiftung in der Theodor-Krüger-Straße.

    Auf Spenden angewiesen

    Damit die Wagenersche Stiftung notwendige Gebäudesanierungen und die Sozialarbeit leisten kann, ist sie auf Spenden angewiesen. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir bisher immer wieder Unternehmen und Privatpersonen von unserer sinnstiftenden Arbeit für Hilfebedürftige überzeugen konnten und Spenden erhalten haben. enercity ist eines der Unternehmen, das uns inzwischen seit zehn Jahren finanziell unterstützt“, freut sich Pollok-Jabbi. Doch das schönste Geschenk für die Stiftungsleiterin ist, wenn die Bewohner zurück in ein eigenverantwortliches Leben finden. 

    Die Vergabe der Wohnplätze in der Stiftung erfolgt über das städtische Wohnungsamt, an das sich Bedürftige wenden können. Hinter der Stiftung stehen neben wenigen Festangestellten eine Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern. Wer sich bei der Wagenerschen Stiftung ehrenamtlich engagieren möchte und weitere Informationen zur Arbeit und Inhalt der Stiftung sucht, findet diese auf www.wagenersche-stiftung.de

    Text: Anne Ruhrmann. Fotos: Wagenersche Stiftung.

    12. Mai 2021

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