Frau liegt im Bett und liest
Energiesparen im Schlaf

Diese Geräte können Sie nachts ausschalten

Energiesparen im Haushalt schont den Geldbeutel und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Daher gibt es unzählige Tipps, wie sich Strom- und Gasverbrauch reduzieren lassen. Die einfachste Lösung ist so simpel, dass kaum jemand darüber spricht: Schalten Sie nachts vorm Schlafengehen die Geräte aus, die Sie nicht benötigen. So können Sie wortwörtlich im Schlaf Energie und Kosten sparen. Doch Vorsicht: Nicht alle Geräte mögen es per se, vom Strom genommen zu werden.

Haushalts- und Unterhaltungselektronik nachts ausschalten

Gerade in der Küche tummeln sich allerhand nützliche Helferlein, die für die Nacht ausgestöpselt werden können. Das betrifft insbesondere Kleingeräte wie die Mikrowelle und die Kaffeemaschine. Sie benötigen keine permanente Stromzufuhr und müssen nur dann ans Netz, wenn Sie sie benutzen möchten.

Nahaufnahme einer Doppelsteckdose in der zwei Smartphone-Ladekabel stecken
Wenn das Mobiltelefon über Nacht am Ladegerät hängt, kann sich das negativ auf die Lebensdauer seines Akkus auswirken.

Ähnlich sieht es bei elektronischen Geräten aus, die bei der Arbeit oder in der Freizeit zum Einsatz kommen. Stereoanlagen, Receiver, DVD- oder Blu-Ray-Player sowie Spielekonsolen können nachts zum Energiesparen vom Netz genommen werden. Auch an Computer und Laptops sollten Sie Stand-by deaktivieren und die Geräte nachts ausschalten, um Strom zu sparen. Damit Sie kein Gerät vergessen, nutzen Sie am besten Mehrfachsteckdosen. So können Sie gleich mehrere Geräte mit einem Klick ausschalten. Im Übrigen sollten Sie auch Ihr Smartphone keinesfalls über Nacht aufladen. Oftmals ist das nämlich gar nicht nötig und darüber hinaus sogar schädlich für den Handy-Akku. Alle wichtigen Informationen und Energiespartipps dazu haben wir in unserem Ratgeber „Handy-Akku richtig laden“ zusammengefasst.

 

 

8
Prozent
Ersparnis sind für eine dreiköpfige Familie drin, wenn elektronische Geräte nachts ausgeschaltet werden.

Wenn Sie Ihre Geräte nachts tatsächlich ausschalten, anstatt sie nur in den Stand-by-Modus fallen zu lassen, macht sich das am Jahresende deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar: Etwa acht Prozent Ersparnis für eine dreiköpfige Familie sind drin! Weitere Infos dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Stromfresser Standby“.

Ein „richtiges“ Ausschalten der Geräte ist also das A und O. Die einzige Ausnahme sind moderne OLED-Fernseher. Diese sollten nur bei längeren Abwesenheiten wie Urlauben komplett vom Strom genommen werden, da sie im Stand-by-Modus automatisch Pixel im Hintergrund aktualisieren. Wenn Sie den Fernseher jeden Abend ausstecken, riskieren Sie daher Schäden an dem Gerät, welche die Bildqualität beeinflussen können.

 

 

WLAN-Router – nachts ausschalten oder nicht?

Hier ist die Antwort nicht ganz eindeutig. Klar ist: Die meisten Menschen sind nachts im Traumland statt im Internet unterwegs. Daher kann der WLAN-Router in vielen Fällen ausgeschaltet werden. Am einfachsten gelingt dies über eine Zeitschaltuhr, die in einigen Geräten bereits integriert ist und entsprechend der üblichen Schlafenszeit eingestellt werden kann. Verfügt Ihr Router nicht über eine solche integrierte Uhr, könnte eine smarte Steckdose oder Steckerleiste Abhilfe leisten. Alternativ können Sie zur guten alten Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt greifen – oder Sie ziehen manuell den Stecker. Wer das tut, kann über das Jahr gerechnet sogar einiges an Geld sparen.

Ein Beispiel:

Je nach Hersteller und Modell verbrauchen WLAN-Router sechs bis 20 Watt (W) Strom pro Stunde. Nehmen wir an, ein Gerät hat einen mittleren Verbrauch von 14 W pro Stunde. Bei acht Stunden (h) Betriebsdauer in der Nacht fallen also 0,11 Kilowattstunden (kWh) an, pro Jahr macht das 40,15 kWh. Bei einem Preis von 29,00 Cent/kWh ergibt das auf das Jahr gerechnet rund zwölf Euro.

Nahaufnahme eines auf einem Sideboard stehenden WLAN-Routers
In den meisten Haushalten kann der WLAN-Router nachts ausgeschaltet werden.

Doch Vorsicht: Einige Geräte im Haushalt sind abhängig von einer Internetverbindung – etwa Überwachungskameras und Smart-Home-Devices wie Glühbirnen. Auch wer ein Festnetztelefon besitzt, das rund um die Uhr einsatzbereit sein muss, sollte den Router nachts unbedingt eingeschaltet lassen. Gerade für ältere Menschen und bei Notfällen kann das besonders wichtig sein, denn Festnetz und WLAN werden in einem verwaltet.

Außerdem sind viele Router so programmiert, dass wichtige Sicherheitsupdates nachts automatisch installiert werden. Ist das Gerät dann ausgeschaltet, wird das Update auf die nächstmögliche Nacht verschoben. Daher empfiehlt es sich, den Router ein- bis zweimal pro Monat sicherheitshalber auch nachts eingeschaltet zu lassen.

Nahaufnahme eines auf 18 Grad Celsius eingestellten Heizungsthermostats
Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Temperatur der Heizung nachts auf 17 bis 18 Grad Celsius herunterzuschalten.

Wie sinnvoll ist es, die Heizung nachts auszuschalten?

Die Heizung in den Nachtstunden komplett abzustellen wäre falsch. Damit steigt die Gefahr der Schimmelbildung, und die Heizung benötigt mehr Energie, um die Raumtemperatur am Morgen wieder anzuheben. Laut Umweltbundesamt empfiehlt es sich daher, die Temperatur in den Nachtstunden auf 17 bis 18 Grad Celsius herabzusenken. Beim Einstellen der richtigen Raumtemperatur helfen programmierbare Thermostate, die die Temperatur automatisch zu einer voreingestellten Zeit runter- und wieder hochregeln. Mehr dazu in unserem Ratgeber „Heizen“.

 

 

Übrigens: Im Gegensatz zur Heizung können Sie die Warmwasserbereitung und den Warmwasserspeicher nachts bedenkenlos ausschalten. Aber Vorsicht! Wenn Sie nach einem Urlaub zurückkommen, sollten Sie das Wasser zunächst einen Moment sehr heiß durchlaufen lassen, bevor Sie es nutzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich in Ihrer Abwesenheit Legionellen in den Leitungen angesiedelt haben. Diese Bakterien sind in geringer Anzahl ein natürlicher Bestandteil des Grundwassers und werden erst bei Temperaturen ab 55 Grad Celsius abgetötet.

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22. August 2023
Energiespartipps
Heizen

Text: Sophie Makkus. Fotos: Getty Images (2), Shutterstock (2).

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