Klimaschutz

    8 grüne Vorsätze für das neue Jahr

    Die meisten Neujahrsvorsätze werden bekanntlich schnell wieder fallen gelassen. Unsere acht Tipps für einen nachhaltigeren Lebensstil sind so einfach umsetzbar und so schön grün, dass man sie garantiert das ganze Jahr über beherzigen kann.

    Endlich mehr Sport treiben, ein paar Kilos abnehmen, das Rauchen sein lassen – zu Jahresbeginn setzen sich viele Menschen traditionell neue Ziele. Das Problem: Die meisten guten Vorsätze werden sehr schnell wieder verworfen. Weil ihre Umsetzung sich schon nach kurzer Zeit als unrealistisch erweist – oder weil die Motivation, etwas konsequent durchzuziehen, von Tag zu Tag schwindet.

    Die Schlüssel zum Erfolg heißen also Machbarkeit und Wille. Unsere acht Tipps für einen grüneren Lifestyle machen es Ihnen leicht: Sie alle lassen sich umsetzen, ohne dass man dafür lieb gewonnene Gewohnheiten vollständig umkrempeln muss. Und selbst wenn das ein oder andere Vorhaben doch etwas mehr Engagement erfordert, ist es so sinnvoll und umweltfreundlich, dass man sich überaus leicht immer wieder von Neuem zum Durchhalten motivieren kann.

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    Ob in Vintageläden, auf Flohmärkten oder bei Tauschbörsen: Secondhand-Mode zu kaufen, ist nachhaltig.

    1. Neuanschaffungen überdenken

    Der Start in ein grüneres neues Jahr beginnt mit einem Resümee: Schauen Sie in Ihren Kleiderschrank, sehen Sie sich in Ihrer Küche, Ihrem Schlaf- und Wohnzimmer um. Sie werden schnell feststellen, dass Sie eher zu viele als zu wenige Kleidungsstücke, Küchenutensilien und Wohnaccessoires besitzen. Verfahren Sie 2021 also nach der Devise „Weniger ist mehr“ – und nehmen Sie sich vor, nur noch das anzuschaffen, was Sie wirklich brauchen. Wer trotzdem ab und zu Lust auf neue Sachen hat, sollte vor dem Kauf checken, ob es eine Möglichkeit gibt, den begehrten Gegenstand secondhand zu erstehen, zu tauschen oder zu leihen. Günstige Mode gibt es zum Beispiel bei Vinted (ehemals Kleiderkreisel) oder bei In Love Again. Gebrauchte Möbel und vieles mehr findet man unter anderem bei Troc oder eBay Kleinanzeigen.

    2. Abfälle vermeiden

    Dem Thema Müllvermeidung wollten Sie sich immer schon mal widmen? Fangen Sie damit an, zum Einkaufen Stoffbeutel mitzunehmen, Obst und Gemüse lose zu kaufen und Fertigprodukte zu meiden. So können Sie Ihren Plastikverbrauch deutlich reduzieren. Weitere Tipps, wie sich Plastik im Alltag vermeiden lässt, finden Sie hier. Hilfreich ist es auch, künftig nur noch mit Einkaufszettel einkaufen zu gehen: So beugen Sie Lebensmittelverschwendung vor. Immerhin landen in Deutschland laut Verbraucherzentrale Jahr für Jahr rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll! Eine tolle Art, sich gegen Foodwaste zu engagieren, bietet die App Too Good To Go: Sie informiert jeden Tag darüber, welche Läden und Restaurants in der Nähe übrig gebliebenes Essen anbieten, das zu einem kleinen Preis gekauft und abgeholt werden kann.

    3. Fleischkonsum einschränken

    Es gibt immer mehr Menschen in Deutschland, die vegetarisch oder vegan essen. Neben dem Tierwohlgedanken steckt dahinter auch der Wunsch, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Denn die Fleischproduktion verursacht in hohem Maße klimaschädliche Emissionen. Dies zeigt ein Blick auf den CO₂ -Rechner der Initiative Klimatarier: 500 Gramm Schweinefleisch erzeugen demnach etwas mehr als zwei Kilogramm, 500 Gramm Rindfleisch sogar mehr als sechs Kilogramm CO₂-Emissionen. Wie eine Studie der Naturschutzorganisation WWF ergab, macht sich schon ein fleischloser Tag pro Woche bemerkbar: Damit würde jeder Einzelne rund 100 Kilogramm CO₂ jährlich vermeiden. Überzeugt? Mit der App von KptnCook erhalten Sie jeden Tag gratis drei leckere vegetarische Rezepte zum Nachkochen!

    4. Aufs Fahrrad umsteigen

    Eine weitere Möglichkeit, auf effektive Art und Weise das Klima zu schonen, ist es, das Auto stehen zu lassen. Laut Umweltbundesamt spart jeder mit dem Rad anstatt mit dem Auto zurückgelegte Personenkilometer 147  Gramm Treibhausgas-Emissionen ein. Wer die hohen Anschaffungskosten eines E-Bikes oder eines guten Fahrrads scheut, hat mit Swapfiets die Möglichkeit, sich Drahtesel und Pedelecs zu überschaubaren monatlichen Preisen zu mieten. Immer mehr Arbeitgeber räumen ihren Mitarbeitenden zudem die Möglichkeit ein, Fahrräder und Pedelecs steuervergünstigt über JobRad zu leasen. Nachfragen lohnt sich! Alternativ freut sich die Natur selbstverständlich auch, wenn wir öfter mal zu Fuß gehen, den öffentlichen Nahverkehr nutzen oder, falls Autofahrten unvermeidbar sind, nach Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten Ausschau halten.

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    Gut fürs grüne Gewissen: Fahrradfahren ist gesund und umweltfreundlich.

    5. Engagement zeigen

    Auch wer die Arbeit einer Umwelt- oder Tierschutzorganisation unterstützt, kann viel bewegen. Ganz gleich, ob man ein Aufforstungsprojekt fördert (z. B. über Treedom oder Plant-for-the-Planet) oder mithilft, bedrohte Tierarten zu schützen (WWF):  Etwas Gutes für die Natur und das eigene grüne Gewissen zu tun, ist auf diese Weise schnell und unkompliziert möglich.

    6. Lebensmittel clever einkaufen

    Gutes kann man auch tun, indem man bevorzugt Lebensmittel einkauft, die aus der Region stammen. Damit unterstützt man Landwirte in der Umgebung und vermeidet zugleich lange Transportwege. Immer mehr Supermärkte zeichnen die regionale Herkunft ihrer Produkte gesondert aus. Außerdem sollte man, wenn möglich, Bio- und Fairtrade-Produkte kaufen. Wer noch genauer über die Herkunft seiner Lebensmittel informiert sein möchte, kann sich auch über das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) informieren: Dabei bilden die Erzeuger, also die Betreiber eines Hofes, und die Verbraucher eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Mitglieder zahlen einen Mitgliedsbeitrag, der die jährlichen Kosten des Hofes deckt. Dafür bekommen sie, ähnlich wie bei einem Bio-Obst- oder Gemüsekisten-Abo, meistens wöchentlich einen Anteil der Ernte. Auskunft über einen Solawi-Hof in Ihrer Nähe erhalten Sie auf https://www.solidarische-landwirtschaft.org

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    Wer Lebensmittel einkauft, die aus der Region stammen, unterstützt damit Landwirte in der Umgebung und vermeidet zugleich lange Transportwege.
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    Verpackungsmaterial spart man, wenn man in Unverpackt-Läden einkauft.

    7. Auf Mehrweg- und Zero-Waste-Produkte setzen

    Sowohl im Badezimmer als auch in der Küche oder unterwegs: Inzwischen gibt es für viele Gebrauchsgegenstände des Alltags umweltfreundliche Alternativen. Seien es waschbare Abschminkpads aus Baumwolle, Rasierhobel aus Holz, Haarseife als Shampoo-Ersatz, Dauerbackmatten, wiederverwendbare Folien für die Lebensmittelaufbewahrung – zum Beispiel aus Bienenwachs von beeGoodies – oder Thermo-behälter als Ersatz für plastikbeschichtete Coffee-to-go-Becher; je mehr und je öfter man sich für eine nachhaltige Alternative entscheidet, desto kleiner wird der eigene ökologische Fußabdruck.

    8. Zu einem Ökostromanbieter wechseln

    Wer auf Ökostrom umsteigt, trägt Tag für Tag zum Gelingen der Energiewende bei. Denn dann wird der Strom, der zu Hause aus der Steckdose kommt, nachhaltig und klimafreundlich erzeugt. Laut des Statistikportals Statista konnten allein im Jahr 2019 durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland rund 153 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. Im selben Jahr hatten bereits 12,67 Millionen Haushalte in Deutschland Ökostrom bezogen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es gerade einmal 8,52 Millionen Haushalte. Zahlen für 2020 liegen derzeit noch nicht vor. Experten gehen aber davon aus, dass sie – auch aufgrund des sogenannten Greta-Effekts – nochmals deutlich angestiegen sind.

    100 % Ökostrom

    Seit Frühjahr 2018 bieten wir Privatkunden deutschlandweit Stromprodukte an, die sie mit 100 % Ökostrom versorgen. Damit gehört enercity zu den fünf größten Ökostromanbietern in Deutschland.

    Bei enercity kann jeder ganz bequem in wenigen Steps online einen Vertrag für Strom aus erneuerbaren Energien abschließen. Sämtliche Formalitäten wie zum Beispiel die Kündigung beim bisherigen Lieferanten übernimmt enercity.

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    Text: Redaktion #positiveenergie. Fotos: Shutterstock (3), Getty (2).

    3. Januar 2021

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