Elektromobilität

    Bund fördert private Ladestationen jetzt mit 900 Euro

    Ob Steuervorteile oder Umweltbonus beim E-Auto-Kauf: Der Staat fördert den Umstieg auf Elektromobilität mit vielfältigen Anreizen. Jetzt kommt ein stattlicher Zuschuss für Bürger hinzu, die sich eine eigene Ladestation für ihr Zuhause zulegen möchten.
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    20
    Stunden
    Ladezeit und mehr können E-Auto-Besitzer einsparen, wenn sie ihr Fahrzeug zu Hause an einer Ladestation laden und nicht über den normalen Haushaltsanschluss.
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    Rund 20 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland lassen sich auf den Verkehrssektor zurückführen. In der zügigen Mobilitätswende und dem damit verbundenen Abschied von fossilen Brennstoffen liegt also ein großer Hebel für die Einhaltung der deutschen Klimaziele. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und fördert die Anschaffung von Elektroautos, etwa durch Kaufprämien oder steuerliche Vorteile.

    Damit die Mobilitätswende gelingt, braucht es allerdings nicht nur erschwingliche E-Autos, sondern auch genügend Lademöglichkeiten. Enormes Potenzial sieht der Bund hierbei im privaten Raum: Nach Schätzungen des Verkehrsministeriums finden rund 80 Prozent aller Ladevorgänge zu Hause statt. Genau hier setzt der neue staatliche Anreiz für den Umstieg auf E-Mobilität an.

    KfW-Förderung für E-Auto-Ladestationen: Die Voraussetzungen

    Mit dem Fördervorhaben 440 der nationalen Förderbank KfW gewährt der Bund ab dem 24. November 2020 einen Zuschuss in Höhe von 900 Euro für Ladestationen an privat genutzten Stellplätzen an Wohngebäuden. Sowohl Hausbesitzer als auch Eigentümergemeinschaften, Mieter und Vermieter können einen Antrag auf Förderung stellen.

    Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist, dass der genutzte Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt, etwa von einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach oder über einen Ökostromtarif des Energieanbieters. Die Ladestation muss über eine Ladeleistung von 11 kW (Kilowatt) verfügen; 22-kW-Ladestationen kommen für die Förderung infrage, sofern sie bei der Installation von einem qualifizierten Elektriker entsprechend gedrosselt werden.

    Außerdem muss es sich um eine intelligent steuerbare Ladestation handeln, die mit anderen Komponenten im Stromnetz kommunizieren und ihre Ladeleistung anpassen oder zeitlich verschieben kann.

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    Mit einer privaten Ladestation ist der Einstieg in die E-Mobilität ein Kinderspiel.

    Wie lange lädt mein E-Auto an einer 11-kW-Ladestation?

    Die KfW bezuschusst im Rahmen der 440-Förderung nur Geräte mit einer Ladeleistung von 11 kW. Diese ist völlig ausreichend, um das eigene Elektroauto innerhalb weniger Stunden vollständig aufzuladen. Ein Rechenbeispiel: Um einen Renault ZOE mit einer Batteriekapazität von 41 kW vollständig aufzuladen, benötigt eine 11-kW-Ladestation rund viereinhalb Stunden. Zum Vergleich: Das Laden über die herkömmliche Haushaltssteckdose (2,3 kW Ladeleistung) würde 25 Stunden dauern! So können E-Mobilisten mehr als 20 Stunden Ladezeit einsparen.

    Sogar weniger als drei Stunden würde der Ladevorgang bei einer 22-kW-Ladestation dauern; diese Geräte sind allerdings derzeit noch durch den örtlichen Netzbetreiber zu genehmigen. Wer sich für die Zukunft alle Optionen offenhalten möchte, kann sich für ein Modell mit 22 kW Leistung entscheiden und dieses beim Einbau vorläufig drosseln lassen.

    KfW-Förderung umfasst Geräte- und Installationskosten

    Die Förderung gilt nur für fabrikneue, fest installierte Ladestationen (Wand- oder Bodenmontage) zur privaten Nutzung und wird als Investitionszuschuss gewährt. Dabei müssen die Gesamtkosten für Erwerb, Aufbau und Anschluss der Ladestation über dem Zuschussbetrag liegen. Wer gleich mehrere Ladepunkte errichtet, kann sich den Zuschuss auch mehrfach sichern, vorausgesetzt, die Gesamtkosten pro Ladepunkt liegen bei über 900 Euro.

    Auch wenn es einige Ladestationen gibt, die schon für weniger als 900 Euro zu haben sind, dürfte es den meisten Antragstellern nicht schwerfallen, auf den geforderten Investitionsbetrag zu kommen. Denn die Kosten für die fachgerechte Installation, welche stark von den örtlichen Gegebenheiten, der gewählten Ladestation und der Art des Einbaus abhängig sind, müssen in jedem Fall hinzugerechnet werden.

    Ladestation inklusive KfW-Förderung: Jetzt beraten lassen!

    Wer sich eine Ladestation zur privaten Nutzung anschaffen möchte, findet bei enercity verschiedene Modelle und Ausführungen, die allesamt förderfähig im Rahmen der KfW-Maßnahme 440 sind. Und auch die Fördervoraussetzung, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien genutzt werden darf, ist mit dem enercity-Stromtarif „natürlich garantiert“ kein Problem. Wer einen neuen „natürlich garantiert“-Vertrag abschließt oder bereits einen laufenden Vertrag besitzt, erhält zusätzlich zur KfW-Förderung einen weiteren Bonus von 200 Euro – und sichert sich damit eine Ersparnis von 1.100 Euro!

    Text: Lea Weitekamp. Fotos: enercity AG (2), Shutterstock.

    16. November 2020

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