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    Ein Mädchen trinkt ein Glas Wasser
    Optimale Trinkwasserversorgung

    Tipps bei kalkhaltigem Trinkwasser

    Egal, ob der Anteil an Calcium und Magnesium im Trinkwasser hoch oder gering ist: Genießbar ist es in jedem Fall. Und unschöne Kalkflecken an Fliesen, Armaturen oder in Elektrogeräten lassen sich mit ein paar einfachen Tipps ganz leicht entfernen.

    Trinkwasser erhalten Menschen in Deutschland von den Wasserversorgern in der jeweiligen Heimatregion. Dabei wird das Wasser aus dem Grundwasser in Brunnen gewonnen oder aus Oberflächengewässern wie beispielsweise aus Talsperren, Flüssen und Seen. Aber auch der Wald dient als Wasserwerk. Im Anschluss wird das Wasser nach sehr strengen Qualitätsvorgaben gereinigt. Das so gewonnene Trinkwasser wird kontinuierlich an verschiedenen Stellen im Prozess- und Verteilsystem entnommen und analysiert. Dabei kommen auch die Gesundheitsämter zum Einsatz, denn diese überwachen die ordnungsgemäßen Prüfungen bei den Wasserversorgern durch zugelassene Labore. All das führt letztlich dazu, dass das Trinkwasser von sehr hoher Qualität ist und ganz unbedenklich als täglicher Durstlöscher verwendet werden kann. Kein Wunder, schließlich ist Trinkwasser das Lebensmittel Nummer eins. Mehr dazu in unserem Ratgeber „Wissenswertes rund ums Trinkwasser“.

    Eine Glasflasche wird am Küchenwasserhahn mit Leitungswasser aufgefüllt
    Wer Leitungswasser trinkt, spart bares Geld und schont die Umwelt.

    Was bedeutet der Kalkgehalt im Trinkwasser?

    In Deutschland stufen wir die Wasserhärte in drei Stufen von eins bis drei ein. Dabei bedeutet Stufe eins ein eher weiches Wasser mit einem geringen Anteil an Calcium und Magnesium, denn diese beiden Mineralien sind hauptsächlich für die Entstehung von Kalk (Calciumcarbonat) verantwortlich. Wasser der Stufe zwei hat einen mittleren Kalkgehalt und Wasser der Stufe drei wird als hartes Wasser mit einem hohen Kalkgehalt bezeichnet. Die örtlichen Wasserwerke sind dazu verpflichtet, die aktuelle Wasserhärte mindestens einmal im Jahr zu veröffentlichen. Sie wird in dH (Grad deutscher Härte) angegeben. Die offiziell definierte Einteilung des Wasserhärtegrads sieht wie folgt aus:

     

    • Weiches Wasser: unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (unter 8,4 dH)
    • Mittelhartes Wasser: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (8,4 bis 14 dH)
    • Hartes Wasser: über 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (über 14 dH)

     

    Die gute Nachricht: Ein hoher Kalkgehalt, der zwar unschöne Verkalkungen etwa an Fliesen oder Armaturen sowie im Inneren von Haushaltsgeräten verursacht, ist dennoch gesundheitlich völlig unbedenklich. Tatsächlich benötigt der menschliche Körper verschiedene Mineralien. Zu diesem Thema bieten alle Trinkwasserversorger in Deutschland auf ihren Websites im Internet entsprechende gesetzlich vorgeschriebene Übersichten, in denen Stoffe und ihre Menge im jeweiligen Wasser aufgeführt sind. Gut zu wissen: Die Gesamthärte im Versorgungsbereich von enercity liegt im Bereich „mittel“. Eine Ausnahme bilden nur kleine Teilbereiche in Seelze und Laatzen, in denen der Härtegrad „weich“ angegeben wird. Mehr dazu auf unserer Übersichtsseite zur Wasserqualität.

    Drei Methoden, um die Wasserhärte zu messen

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten herauszufinden, welchen Härtegrad Ihr Wasser hat. Am einfachsten ist es, sich direkt online beim Wasserversorgungsbetrieb zu erkundigen. Falls Sie selbst nachmessen möchten, gibt es folgende Alternativen:

     

    1. Teststreifen: In der Apotheke oder im Internet können Sie Wasserhärte-Teststreifen kaufen. Gibt man den Teststreifen in ein Glas Wasser, verfärbt er sich und zeigt an, wie hart das Wasser ist.
    2. Titrierlösung: Auch ein Test mit Titrierlösung ist schnell und effektiv. Die chemische Flüssigkeit können Sie online kaufen. Zum Testen einfach die in der Anleitung beschriebene Menge mit einer Pipette in ein Glas mit Wasser tröpfeln und den Härtegrad anhand der Verfärbung bestimmen.
    3. TDS-Gerät: Total-Dissolved-Solids-Geräte werden zur Wasserqualitätsmessung von Aquarien verwendet. Sie messen über die elektrische Leitfähigkeit des Wassers, wie viele Feststoffe wie Mineralien, Salze und Metalle enthalten sind. Anhand des Messwerts lässt sich der Härtegrad des Wassers ableiten.

    Wie lassen sich unschöne Kalkflecken auf Oberflächen entfernen?

    Je härter das Trinkwasser ist, umso schneller entstehen hässliche Kalkflecken – zum Beispiel im Spülbecken, an den Fliesen und den Armaturen. Wer da nicht stets das Wasser etwa an der Glasduschwand wegwischt, hat bald hartnäckige, stumpfe Kalkflecken auf Oberflächen. Das ist aber alles halb so wild: Mit verdünnter Essig- oder Zitronenessenz lassen sich die Flecken ganz einfach wieder entfernen. Wer Fliesen, Armaturen oder Duschwände regelmäßig mit diesen Mitteln reinigt, wird nicht viel Arbeit damit haben. Tipp: Bei besonders hartnäckigen Verkalkungen sollten die betroffenen Stellen über mehrere Stunden mit dem Reinigungsmittel eingeweicht werden, damit sich der Kalk löst.

    Eine verkalkte Badezimmerarmatur neben einem gereinigten Exemplar.
    Kalkablagerungen lassen sich zum Beispiel mit Essig oder Zitronensäure ganz leicht entfernen. Einfach direkt auf die betroffenen Stellen auftragen, ein paar Minuten einwirken lassen, abwischen, mit klarem Wasser abspülen – fertig!

    Wie werden Elektrogeräte von Verkalkungen befreit?

    Auch elektrische Geräte sollten regelmäßig entkalkt werden, denn auf Dauer leidet ansonsten die Leistung des Gerätes – im schlimmsten Fall geht es sogar kaputt. Zum Glück gibt es auch hier einfache und kostengünstige Lösungen, die gesundheitlich unbedenklich sind. Denn genau wie auf Oberflächen lassen sich auch Verkalkungen in Elektrogeräten wie Kaffeemaschinen, Wasser- oder Eierkochern mit Zitronensäure oder Essig entfernen.

    Nicht vergessen: Anschließend mehrmals mit klarem Trinkwasser nachzuspülen, damit bei der Kaffeemaschine oder dem Wasserkocher keine Geschmacksveränderungen entstehen. In Drogerien und Supermärkten gibt es auch fertige Zitronen- oder Essigentkalkungsmittel zu kaufen. Übrigens: Da moderne Waschmittel bereits Kalklöser enthalten, ist eine Entkalkung der Waschmaschine heutzutage nicht mehr notwendig – vorausgesetzt, die Mittel werden gemäß der Empfehlung auf der Verpackung dosiert.

    Und was ist mit verkalkten Wasserrohren im Gebäude?

    In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Wasserrohre im Haus verkalken und der Wasserdruck darunter leidet, etwa wenn die Stärke des Wasserstrahls abnimmt. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, einen Fachmann zurate zu ziehen, wie zum Beispiel einen Installateur für Trinkwasser. Dieser kann Auskunft darüber geben, wie Leitungen gespült und gereinigt werden können – oder ob sogar eine neue Installation notwendig wird. Der Hauptzulauf für das Trinkwasser sollte übrigens stets ganz geöffnet sein, damit ausreichend Druck auf der Hausinstallation ist und die Rohre gut durchspült werden. Ansonsten können sich unerwünschte Keime bilden. Dies ist bereits nach vier Stunden Wasserstillstand in den Rohren der Fall! Deshalb sollte das Trinkwasser immer so lange laufen gelassen werden, bis das Wasser schön kalt ist. Dann ist es frisch und genießbar.

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    28. März 2022
    Trinkwasser

    Text: Anne Ruhrmann. Fotos: Getty Images (2), Shutterstock.

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