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    Wissenswert

    Zehn interessante Fakten über Solarenergie

    Allen, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, lacht die Sonne noch ein bisschen mehr. Denn Solarenergie ist günstig, sauber und ein unverzichtbarer Baustein für eine erfolgreiche Energiewende. Hier sind zehn erstaunliche Fakten über Solarenergie.

    1. Riesiges Potenzial für die Energiewende

    In nur einer Stunde liefert die Sonne so viel Energie, dass man damit theoretisch den jährlichen Strombedarf der Erde von rund 22.500 Terawattstunden decken könnte. Und dies, obwohl überhaupt nur ein halbes Milliardstel der Sonnenenergie auf unseren Planeten trifft. Insgesamt strahlt die Sonne gut 10.100-mal mehr Energie ab, als wir weltweit benötigen.

    2. Kleine Fläche, große Wirkung

    Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren immer effizienter geworden. Schon eine acht bis zehn Quadratmeter kleine Photovoltaikanlage deckt den durchschnittlichen Strombedarf einer Person. Der Preis für eine solche Mini-Solaranlage liegt bei etwa 3000 Euro. Es geht auch noch kleiner: Kompakte, superleichte Mikro-Photovoltaikanlagen taugen sogar für den Einsatz am Balkongeländer.

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    Der derzeit größte Solarpark der Welt, der Bhadla Solar Park, verfügt über eine installierte Leistung von 2245 Megawatt.

    3. Wettlauf um den größten Solarpark

    Der weltgrößte Park mit Modulen zur Nutzung der Sonnenenergie steht im indischen Bundesstaat Rajasthan. Seit März 2020 bringt es der mehrfach erweiterte Bhadla Solar Park auf eine installierte Stromleistung von 2245 Megawatt (MW). Seine Spitzenposition dürfte Indien aber schon bald verlieren: In Dubai entsteht aktuell ein XL-Solarpark mit 5000 MW Leistung. Und noch größere Anlagen sind bereits in Planung. Rund um den Globus hat das Solarzeitalter begonnen.

    4. Deutschlands Schlüssel zur Energiewende

    Derzeit bringen es die mehr als 1,7 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland auf 50 Gigawatt Leistung. Rund neun Prozent des hierzulande produzierten Stroms stammen aus Sonnenenergie. Für eine erfolgreiche Energiewende muss Deutschland in den nächsten Jahren allerdings noch kräftig nachlegen und die Photovoltaik-Leistung auf 500 Gigawatt verzehnfachen, rechnet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE vor. Wäre auf jedem deutschen Dach eine Photovoltaikanlage installiert, könnten wir allein mit Sonnenenergie 115 Prozent unseres Strombedarfs decken.

    5. Solarfarbe fürs Haus

    Südkoreanische Forscher haben einen Gebäudeanstrich entwickelt, der nicht nur gut aussieht, sondern auch Sonnenlicht in Strom umwandelt. Möglich machen dies in der Lösung enthaltene Solarzellen. Die photovoltaische Farbe bringt es immerhin auf einen Wirkungsgrad von 29 Prozent und kann auch auf Fahrzeuge aufgetragen und so direkt für die E-Mobilität verwendet werden.

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    Forschern in Südkorea ist es gelungen, eine photovoltaische Farbe zu entwickeln, die Sonnenlicht in Strom umwandelt.

    6. Einsamer Rekord

    André Borschberg ist Weltrekordhalter im Alleinflug im Solarflieger. Im Sommer 2015 legte der Schweizer Ingenieur und Pilot den mit 8300 Kilometern Strecke längsten Nonstop-Soloflug aller Zeiten hin – im Wortsinn ein einsamer Rekord. Für die Strecke über den Pazifik von Hawaii nach Japan benötigte er in seinem ausschließlich mit Sonnenenergie gespeisten Leichtflugzeug „Solar Impulse 2“ fünf Tage und Nächte. 2015/16 umrundete der Solar-Pionier zudem gemeinsam mit seinem Landsmann Bertrand Piccard etappenweise den gesamten Erdball im Solarflugzeug.

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    Der Schweizer André Borschberg absolvierte mit dem Solarflugzeug 2015 den längsten Nonstop-Soloflug aller Zeiten.
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    Die Flügel der „Solar Impulse 2“ sind mit mehr als 17.000 Solarzellen gespickt.

    7. Eine Solaranlage für die ganze Welt!

    Um den Strombedarf der ganzen Welt mit Solarenergie zu decken, reicht rein rechnerisch eine sonnensichere Fläche von 700 mal 700 Kilometern aus. Das entspricht ungefähr der Größe Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Ein idealer Ort für ein solches Projekt wäre die 9,2 Millionen Quadratkilometer große Sahara in Afrika. Auf jedem einzelnen Quadratkilometer ließe sich nach Berechnungen der NASA eine jährliche Strommenge von bis zu 3000 Kilowattstunden „ernten“. Allerdings müsste nicht nur eine gigantische Solarfarm in der weltgrößten Wüste entstehen, sondern auch ein riesiges, den Erdball umspannendes Stromnetz. Einfacher wäre es deshalb, zunächst Europa an eine Solarfarm in der Sahara anzuschließen. Diesen ehrgeizigen Plan verfolgte die Initiative Desertec. Doch das Projekt scheiterte – unter anderem aus finanziellen Gründen.

    8. Wer ist Sonnen-Weltmeister?

    Kein anderes Land verfügt über größere Photovoltaik-Kapazitäten als China. Der bevölkerungsreichste Staat auf der Erde brachte es 2019 auf eine installierte Solarleistung von 204,7 Gigawatt. Laut „Snapshot of Global Photovoltaic Markets 2019“ folgen die USA (76), Japan (63) und Solarpionier Deutschland (49,5). Weltweit stieg die Solarkapazität auf 627 Gigawatt. Der durch die Stromproduktion verursachte klimaschädliche CO₂-Ausstoß fiel dank Photovoltaik global um 5,3 Prozent geringer aus als ohne Solarenergie.

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    Würde man die deutschen Autobahnen mit Solarmodulen überdachen, ließen sich bis zu 41.500 Gigawattstunden Strom erzeugen.

    9. Solarautobahnen für grünen Strom

    Viele bereits genutzte Flächen eignen sich zusätzlich für die Produktion von Solarstrom. Dazu zählen neben Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden sowie landwirtschaftlichen Flächen auch die deutschen Autobahnen. Das Autobahnnetz entspricht etwa der Fläche Bremens. Würde man die Verkehrsadern mit transparenten Solarmodulen überdachen, könnten die Solarautobahnen ohne weitere Flächenversiegelung bis zu 41.500 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht etwa einem Drittel des Strombedarfs der deutschen Haushalte. Die Kosten eines solchen Mega-Solarparks schätzen Forscher auf rund 100 Milliarden Euro.

    10. Photovoltaikanlage einfach mieten!

    Einmal installiert, liefern Photovoltaikanlagen 30 bis 40 Jahre kontinuierlich elektrische Energie. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE nimmt die Leistung der Solarzellen pro Jahr nur minimal um 0,1 Prozent ab. Schon nach etwa zehn Jahren rechnet sich die Investition. Um Teil der Energiewende zu werden, ist es gar nicht nötig, die klimafreundliche Technik zu kaufen. Sie können auch eine Solaranlage bei enercity mieten, auf Wunsch inklusive Stromspeicher. enercity plant die maßgeschneiderte Anlage für Spitz- oder Flachdach und übernimmt Installation und Wartung – das Komplettpaket für die Energiewende.

    Text: Jens Lehmann. Fotos: Getty Images (3), Stocksy, Labor3 Architektur GmbH, dpa.

    25. Februar 2021
    Solar
    Ökostrom
    Erneuerbare Energien

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