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    Windenergie: Fünf phänomenale Fakten, die Sie noch nicht kannten

    Sie ist sauber, umweltfreundlich und eine der tragenden Säulen der globalen Energiewende: Die Rede ist von Windenergie. Wir präsentieren fünf spannende Fakten zu Windkraft, die nicht jedem bekannt sein dürften.
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    1. Die größte Windkraftanlage der Welt …

    ist mit einer Gesamthöhe von 260 Metern und einem Rotordurchmesser von 220 Metern derzeit das Modell „Haliade X“ des Herstellers General Electric. Die Super-Turbine arbeitet mit einer Leistung von 13 Megawatt und produzierte 2019 an einem einzigen Tag 288 Megawattstunden Dauerstrom – Weltrekord! Noch 2021 will Wettbewerber Siemens Gamesa allerdings den Prototyp einer neuen Anlage mit noch größerem Rotordurchmesser und einer Leistung von bis zu 15 Megawatt vorstellen. Das Wetteifern der Hersteller kommt dem Klima zugute: Je höher die Windenergieanlage und je größer ihr Rotor, desto ertragreicher arbeitet sie und desto mehr Naturstrom aus Windenergie steht zur Verfügung.

    2. So wirtschaftlich wie kaum ein anderer Energieträger

    Riesige Fundamente, hohe Türme und immer größere Rotorblätter: Ist so eine Windenergieanlage überhaupt wirtschaftlich? Die Antwort lautet: ja! Nur drei bis sieben Monate dauert es laut Umweltbundesamt (UBA), bis eine Windkraftanlage so viel Energie produziert hat, wie für ihre Herstellung, ihren Betrieb und ihre Entsorgung insgesamt aufgewendet werden muss. Das sei selbst im Vergleich mit anderen erneuerbaren Energieträgern sehr kurz, so das UBA.

    Hinzu kommt, dass moderne Windenergieanlagen mitterweile fast vollständig recycelt werden können: 80 bis 90 Prozent der gesamten Anlage werden im Schnitt heute wiederverwertet und finden etwa im Straßenbau neue Verwendung.

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    3. Strom aus Wind: Die Technologie ist jünger als gedacht

    Windmühlen gibt es zwar schon seit dem Altertum, Strom aus Wind hingegen erst seit gut 130 Jahren. Vor der Erfindung des elektrischen Generators, der Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelt, wurde die Kraft des Windes nämlich mechanisch genutzt, etwa um Getreide zu mahlen oder Wasser zu pumpen. 1831 nahm der erste elektrische Generator seinen Betrieb auf, 1887 war es dann so weit: Der schottische Wissenschaftler James Blyth errichtete die erste historisch belegte Windkraftanlage, mit deren Hilfe er sein Cottage mit elektrischem Licht versorgte.

    4. Windenergie gibt es an Land, im Wasser – und auf dem Wasser!

    2017 nahm der weltweit erste kommerziell genutzte Windpark aus schwimmenden Windkraftanlagen vor der schottischen Küste den Betrieb auf. Die Anlagen im Park Hywind treiben auf der Wasseroberfläche und werden zusätzlich durch ein Ankersystem im Meeresboden fixiert. In Zukunft sollen schwimmende Windparks Bau- und Wartungskosten reduzieren. Bis das Prinzip wirtschaftlich rentabel ist, wird es allerdings wohl noch ein paar Jahre dauern

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    5. Weniger Windräder, mehr Strom?

    Das geht, und zwar durch das sogenannte Repowering: Bei diesem Verfahren werden in die Jahre gekommene Windenergieanlagen durch neue, um ein Vielfaches leistungsfähigere Nachfolger ersetzt. Der Vorteil: Die oftmals aufwändige Standortsuche für die neuen Windanlagen entfällt.

    Repowering wird in Deutschland in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen. Erreichen Windkraftanlagen ein Betriebsalter von 20 Jahren, läuft die EEG-Vergütung für sie aus und das Nachrüsten wird für Betreiber auch wirtschaftlich notwendig. Nach Angaben der „Fachagentur Windenergie an Land“ sind davon bis 2025 mehr als 12.000 Windenergieanlagen deutschlandweit betroffen.

    Text: Lea Weitekamp. Fotos: Getty Images.

    15. Juni 2021
    Erneuerbare Energien
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