
Zunehmend erneuerbar: Das ist Deutschlands Kraftwerksmix
Mit insgesamt 118,2 Gigawatt Leistung im Jahr 2025 stehen Photovoltaikanlagen auf dem Spitzenplatz der deutschen Kraftwerke, was die Kapazitäten zur Stromerzeugung angeht. Nicht weit dahinter liegen Windenergieanlagen an Land und auf See mit insgesamt 77,5 Gigawatt installierter Leistung. Mit deutlichem Abstand nehmen die deutschen Gaskraftwerke Platz drei des Rankings ein, mit insgesamt 33,5 Gigawatt installierter Leistung. Stein- und Braunkohle folgen mit 15,4 beziehungsweise 14,8 Gigawatt auf den Rängen vier und fünf. Die deutschen Wasserkraftwerke können insgesamt 5,6 Gigawatt Kapazität aufweisen und Biomasseanlagen 9,6 Gigawatt.

Die Kapazität der Kraftwerke ist allerdings nur eine von mehreren möglichen Betrachtungsweisen. Denn nicht alle Kraftwerke sind permanent zu 100 Prozent ausgelastet. Eine weitere Möglichkeit, den Anteil der verschiedenen Energieträger an der Stromerzeugung in Deutschland zu vergleichen, bietet der Blick auf die Bruttostromerzeugung. Die Bruttostromerzeugung gibt an, wie viel Strom in einem Jahr tatsächlich auf Basis der einzelnen Energieträger erzeugt worden ist.
Auch hier zeigt sich im Verlauf der vergangenen Jahre eine immer deutlichere Verlagerung: weg von den fossilen und hin zu den erneuerbaren Energien – wenn auch der Anteil der Stromerzeugung aus Erdgas im Vergleich zum Vorjahr um drei Terawattstunden (TWh) von 82 TWh auf 85 TWh gestiegen ist.

Laut Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) sind im Jahr 2025 insgesamt 282 Terawattstunden des gesamten Bruttostroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt worden. Der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung – also dem Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird – lag bei 62 Prozent der gesamten Strommenge.
Ein genauerer Blick auf die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien zeigt: Insgesamt hat die Windkraft hier die Nase vorn, mit einem Anteil von 26,6 Prozent (onshore und offshore gesamt) an der Bruttostromerzeugung 2025 in Deutschland. Auf dem zweiten Rang liegt bei dieser Betrachtung die Photovoltaik mit 18,2 Prozent, gefolgt von der Biomasse mit 8,6 und der Wasserkraft mit 3,2 Prozent Anteil.
Mit gerade einmal 1,1 Prozent Anteil spielte die thermische Verwertung von Siedlungsabfällen im Jahr 2025 noch eine sehr geringe Rolle bei der Stromerzeugung in Deutschland.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ist auch für enercity eines der zentralen strategischen Ziele. Schon heute gehört das Energieunternehmen aus Niedersachsen zu den größten Windenergieanbietern Deutschlands und gewinnt zudem Strom aus Biomasse, Biogas, Photovoltaik und Wasserkraft.
Mit der endgültigen Stilllegung von Block I des Kohlekraftwerks in Hannover‑Stöcken Anfang März 2026 hat enercity einen historischen Meilenstein erreicht und spart jährlich rund 500.000 Tonnen CO₂ ein. An seine Stelle treten mehrere dezentrale, hocheffiziente Anlagen, die Strom und Wärme auf Basis regenerativer Energien erzeugen oder industrielle Abwärme nutzen. Der verbleibende Block II geht spätestens nach der Heizperiode 2027/28 in die Reserve und wird ebenfalls durch klimaschonende Erzeugungsanlagen ersetzt.
enercity liefert seit 2018 allen Tarifkund:innen standardmäßig 100 % Ökostrom – sauber, zuverlässig und aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Unser Ziel: Bis 2030 sollen 80 % unseres selbst erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen stammen.
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