16. Juli 2026
Fernwärmeausbau an der Podbielskistraße

enercity treibt den Ausbau des Fernwärmenetzes weiter voran. Nun beginnt ein Leitungsprojekt an der Podbielskistraße in Richtung Immengarten mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro. Der erste Bauabschnitt in der Matthiasstraße startet am Montag, 20. Juli. Dort werden auf rund 100 Metern neue Fernwärmeleitungen verlegt. Die Bauzeit dieses Bauabschnitts beträgt voraussichtlich bis zu sechs Wochen.
Die rund 370 Meter lange Trasse wird in insgesamt vier Bauabschnitten umgesetzt. Ende August folgt der nächste Abschnitt in der Podbielskistraße zwischen Am Listholze und Immengarten. Dort werden weitere knapp 100 Meter Leitung verlegt. Hierzu ist eine Vollsperrung der Fahrspur stadteinwärts erforderlich. Die konkreten Verkehrsregelungen werden vor Beginn des Bauabschnitts durch die zuständige Behörde festgelegt. Für die Bauzeit auf der Podbielskistraße sind bis zu acht Wochen geplant.
Anschließend entsteht Am Listholze die rund 35 Meter lange Verbindung zwischen Matthias- und Podbielskistraße. Dieser Abschnitt wird rund sechs Wochen erfordern und ist ebenso mit einer Fahrbahnsperrung verbunden.
Der abschließende Abschnitt umfasst rund 150 Meter Leitung entlang des Immengartens sowie etwa 120 Meter Hausanschlussleitungen zu mehreren Gebäuden und soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden. Während der Arbeiten wird es zu Einschränkungen bei den Parkflächen kommen.
Megaprojekt Wärmewende Hannover
Auf erneuerbare Energien basierende Fernwärme ist in Großstädten wie Hannover der Gamechanger für klimaneutrales Heizen. Aktuell gibt es neben Einzelprojekten wie dieser neuen Fernwärmeleitung vier Schwerpunkte des Fernwärmenetz-Ausbaus: Hannover Vahrenwald-List, Oststadt, Südstadt und Linden-Limmer.
Zeitgleich wird die Erzeugung der Fernwärme schrittweise umgestellt: Nach der Heizsaison 2027/28 wird mit dem Ersatz des Kohleheizkraftwerks in Stöcken bereits ein sehr großer Teil der Fernwärme aus erneuerbarer Wärmeerzeugung oder unvermeidbarer Abwärme stammen. Langfristig verfolgt enercity das Ziel, die Wärmeproduktion ohne fossile Energieträger zu betreiben. Grundlage sind die bereits erfolgten sowie geplanten technische Umstellungen, zu der auch die Vorbereitung des Heizkraftwerks Linden zur Nutzung von Wasserstoff gehört. Insgesamt investiert enercity bis 2040 etwa 1,5 Milliarden Euro in die Wärmewende Hannovers.
Das Fernwärmenetz von enercity beträgt derzeit bereits über 360 Kilometer. Die Kommunale Wärmeplanung Hannovers und das von der Landeshauptstadt Hannover zum 1. Januar 2023 beschlossene Fernwärmesatzungsgebiet sind die Basis für den weiteren großflächigen Ausbau.



