Magazin

03. November 2026Energieproduktion

15 Millionen Euro für mehr Flexibilität im Energiesystem: Hannover baut größte Power-to-Heat-Anlage Niedersachsens


  • Wandelt erneuerbaren Strom mit einem Wirkungsgrad von über 99 Prozent direkt in Wärme um 
  • Kann überschüssigen Strom von rund 30 Windenergieanlagen flexibel aufnehmen 
  • Nächster bedeutender Schritt zur Dekarbonisierung der Fernwärme in Hannover 
20261103_philippsonnack-Grundsteinlegung-web
Oberbürgermeister Belit Onay und enercity-CEO Aurélie Alemany befüllten anlässlich der Grundsteinlegung zur neuen Anlage eine Zeitkapsel in Form eines Miniatur-Elektroheizers

enercity investiert weitere rund 15 Millionen Euro in einen zentralen Flexibilitätsbaustein der Wärmewende Hannovers. Mit der Grundsteinlegung für die neue Power-to-Heat-Anlage in Hannover startet das Energieunternehmen den Bau der künftig größten Anlage dieser Art in Niedersachsen. Sie hat eine elektrische Spitzenleistung von 100 Megawatt. Damit trägt sie hochflexibel zur Stabilität des bundesweiten Energiesystems wie auch zur Versorgungssicherheit des zukünftigen Fernwärmesystems der Landeshauptstadt bei.  

Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie steigt der Bedarf, Energieerzeugung und Energieverbrauch besser miteinander in Einklang zu bringen. Die neue Anlage kann innerhalb kurzer Zeit große Strommengen aufnehmen, nahezu verlustfrei in Wärme umwandeln und direkt in das hannoversche Fernwärmenetz einspeisen. So wird erneuerbare Energie, die andernfalls nicht vollständig genutzt werden könnte, für die Versorgung von Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verfügbar. 

Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover

„Mit dieser Investition zeigt Hannover, wie die Wärmewende in einer Großstadt praktisch umgesetzt werden kann. Die neue Anlage verbindet Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Vernunft. Sie macht erneuerbare Energien noch besser nutzbar und stärkt Hannover als innovativen Standort für die Energie- und Wärmewende.“ 

Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende von enercity

„Wenn viel erneuerbarer Strom verfügbar ist, müssen wir ihn intelligent nutzen können. Genau das ermöglicht unsere neue Power-to-Heat-Anlage: Wir verbinden Strom- und Wärmewende und stärken damit ein weiteres Mal die klimaneutrale Wärmeversorgung in Hannover. Das ist ein bedeutender Schritt in Richtung unseres geplanten vorzeitigen Kohleausstiegs 2028 und ein Beitrag zu einem kosteneffizienten und stabilen Energiesystem in Deutschland.”

Wie 50.000 Wasserkocher für die ganze Stadt

Die beiden elektrischen Wärmeerzeuger der Anlage im Stadtteil Groß-Buchholz entsprechen gemessen am alltäglichen privaten Elektrowärmeeinsatz rechnerisch rund 50.000 gleichzeitig eingeschalteten haushaltsüblichen Wasserkochern. Gemeinsam mit den bereits installierten Kapazitäten wächst das Power-to-Heat-Portfolio von enercity in Hannover auf insgesamt rund 175 Megawatt. 

Damit lässt sich erneuerbarer Strom in einer Größenordnung aufnehmen, die der Leistung von rund 30 modernen Onshore-Windenergieanlagen mit jeweils sechs Megawatt entspricht. Die Power-to-Heat-Anlagen erreichen einen Wirkungsgrad von über 99 Prozent und können Vorlauftemperaturen von bis zu 120 Grad Celsius bereitstellen. Mit leistungsfähigen Flexibilitätsoptionen wie diesen oder dem neuen Batteriespeicher im Energiepark Lehrte-Ahlten hilft enercity, das Stromsystem in Norddeutschland zu stabilisieren. 

Hannover baut sein klimaneutrales Wärmesystem aus

Power-to-Heat ist Teil eines umfassenden Umbaus der hannoverschen Wärmeversorgung. Mit Fernwärmespeichern, dem Ausbau des Netzes und weiteren fossilfreien Erzeugungstechnologien entwickelt enercity ein zunehmend klimaneutrales Gesamtsystem, das die Unabhängigkeit und Resilienz der Energieversorgung der Landeshauptstadt stärkt. Zudem ermöglicht es den vorzeitigen Ausstieg aus Kohleverbrennung in Hannover: So soll 2028 der zweite Block des Kohlekraftwerks in Reserve gehen. Block 1 wurde in diesem Jahr bereits abgeschaltet. Insgesamt investiert enercity bis 2040 rund 1,5 Milliarden Euro in neue Anlagen und den Ausbau der Fernwärme.  

Mit der Umsetzung ist die Energie-Anlagenbau Greifswald GmbH als Generalunternehmen beauftragt. Das Unternehmen hat bereits die beiden bestehenden Power-to-Heat-Anlagen von enercity errichtet. Für den Gebäudebau ist die Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH verantwortlich. Die Inbetriebnahme ist zur Heizsaison 2027/28 geplant. 


Über enercity – die Partnerin für intelligente Energie aus dem Norden für ganz Deutschland
Die enercity AG ist die integrierte Partnerin für die Energie- und Wärmewende aus dem Norden. Wir bauen, betreiben und vernetzen erneuerbare Energie- und Wärmelösungen sowie die dazugehörige Infrastruktur und Speicher. Durch intelligente Kopplung von Strom, Wärme und Mobilität schaffen wir damit ein stabiles und zukunftssicheres Gesamtsystem. Milliarden-Investitionen wandeln wir in regionale Wertschöpfung um und stärken den Standort für Industrie, Kommunen und Haushalte. Dabei setzen wir auf technologische Flexibilitätslösungen, um die Energiepreise durch smarte Steuerung stabil zu halten und die Energiewende bezahlbar zu machen. enercity ist der verlässliche Anker in einer komplexen Energiewelt. Mit einem Umsatz von rund 6,21 Milliarden Euro und rund 4.000 Mitarbeitenden (Geschäftsjahr 2025) zählt der Konzern zu den größten kommunalen Energieunternehmen Deutschlands. Weitere Informationen: www.enercity.de/presse.


Pressekontakt
Wir sind gerne für Sie da. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir an dieser Stelle ausschließlich Anfragen von Journalisten und weiteren Medienschaffenden beantworten können.
carlo-kallen-220
Carlo KallenPressesprecher
Lucas-Kesterke-Pressesprecher
Lucas KesterkePressesprecher
Pressesprecher - Jochen Vennemann-200
Jochen Vennemann Pressesprecher
Unser Service für Journalist:innen: die Presse-Rufbereitschaft.

Immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Für allgemeine Anfragen wenden Sie sich bitte an unser ServiceCenter unter 0800.36372489 oder per Mail.
E-Mail schreiben