
03. September 2026UnternehmenCommunity Engagement
56 Paletten für sauberes Trinkwasser: enercity liefert Hilfsgüter in die Ukraine
- Technische Ausrüstung für die Sicherung der von Kriegsschäden betroffenen Wasserversorgung in Mykolajiw
- Hilfslieferungen im Wert von rund einer halben Million Euro für die Trinkwasserversorgung
- Förderung durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Die durch den russischen Angriffskrieg schwer beschädigte Wasserversorgung der ukrainischen Stadt Mykolajiw erhält Unterstützung aus Hannover. Mit technischer Ausrüstung unterstützt enercity den Wiederaufbau der Trinkwasserversorgung vor Ort. Die Hilfslieferungen sollen dazu beitragen, die Versorgung der Bevölkerung dauerhaft mit sauberem Trinkwasser zu sichern. Die Unterstützung ist Teil der Solidaritäts- und Betreiberpartnerschaft zwischen enercity und den ukrainischen Partnerunternehmen Mykolaivvodokanal, Dez Pilot sowie Mykolaivoblteploenergo.
Insgesamt umfasst das Projekt drei LKW-Lieferungen mit insgesamt 56 Paletten neu beschaffter Ausrüstung. Die Auswahl der Technik erfolgte auf Grundlage eines intensiven fachlichen Austauschs zwischen Expert:innen aus Hannover und Mykolajiw. Gemeinsam wurden die dringendsten Bedarfe identifiziert und die Beschaffung entsprechend ausgerichtet.
„Sauberes Trinkwasser ist die Grundlage für ein sicheres Leben“
„Sauberes Trinkwasser ist die Grundlage für ein sicheres und gesundes Leben. Die Menschen in Mykolajiw brauchen eine effektive Unterstützung beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Infrastruktur. Gemeinsam mit unseren ukrainischen Partnern haben wir ermittelt, wie wir am besten helfen können. Dass diese Hilfsgüter nun auf die Reise gehen, ist ein starkes Zeichen gelebter Solidarität und ein wichtiger Beitrag für eine verlässliche Wasserversorgung der Menschen in Mykolajiw“, sagt Carsten Heckmann, Bereichsleiter Fernwärme und Wasser der enercity AG.
Hilfsgüter treffen schrittweise in Mykolajiw ein
Die ersten Lieferungen sind bereits in Mykolajiw eingetroffen. Dazu gehören unter anderem Umkehrosmoseanlagen, Filterelemente und Desinfektionstechnik zur Trinkwasseraufbereitung. Darüber hinaus wurde eine Berstmaschine geliefert, die für die grabenlose Erneuerung beschädigter Wasserleitungen eingesetzt werden kann.
Mit der nun gestarteten letzten Lieferung vom enercity-Standort Herrenhausen werden weitere Filterelemente und Pumpen nach Mykolajiw transportiert. Nach ihrer Ankunft sind sämtliche für das Projekt vorgesehenen Hilfsgüter vor Ort verfügbar.
Die Unterstützung erfolgt mit einer Förderung von rund 250.000 Euro durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Die Zusammenarbeit geht über die aktuelle Hilfslieferung hinaus: Neben der Bereitstellung technischer Ausrüstung steht insbesondere der langfristige fachliche Austausch zwischen den beteiligten Versorgungsunternehmen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die kommunalen Betriebe beim Wiederaufbau und beim dauerhaft sicheren Betrieb ihrer Anlagen zu unterstützen.
Nach den schweren Zerstörungen infolge des russischen Angriffskriegs war die Trinkwasserversorgung in Mykolajiw über mehrere Jahre nur eingeschränkt möglich. Die Bevölkerung musste sich vielerorts über dezentrale Wasseraufbereitungsanlagen mit Trinkwasser versorgen. Inzwischen wurde ein neues Wasserwerk errichtet und die zentrale Wasserversorgung wird schrittweise wiederhergestellt. Mobile und dezentrale Lösungen bleiben jedoch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit.
Hintergrundinformation
Die südukrainische Stadt Mykolajiw mit rund 480.000 Einwohner:innen leidet seit Beginn des russischen Angriffskriegs unter erheblichen Schäden an ihrer Wasserinfrastruktur. Seit 2022 verbindet Hannover und Mykolajiw eine Solidaritätspartnerschaft. Im Herbst 2025 unterzeichneten enercity und die kommunalen Unternehmen Mykolaivvodokanal, Dez Pilot und Mykolaivoblteploenergo eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Trinkwasserversorgung. Die Zusammenarbeit wird durch die GIZ gefördert und verbindet technische Hilfe mit Know-how aus Hannover.
Die Betreiberplattform zur Stärkung von Partnerschaften kommunaler Unternehmen weltweit wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Die Entwicklung und Durchführung der Betreiberplattform erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) und German Water Partnership (GWP).




