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26. Juni 2026Grüne WärmeEnergieproduktion

EEW erhöht Wärmepotenzial in Hannover-Lahe für mehr Fernwärme bei enercity


  • enercity und EEW Energy from Waste Hannover (EEW) schaffen zusätzliche Wärmekapazitäten für ein Fernwärmesystem ohne Kohlekraftwerk
  • Energetische Optimierung erhöht nutzbares Wärmepotential aus thermischer Abfallverwertung von 50 auf bis zu 85 Megawatt – ohne zusätzliche Abfallmengen 
  • Flexible Fahrweise ermöglicht je nach Bedarf mehr Fernwärme oder weiterhin Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung 
     
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Der Bau der Dampfturbinen schreitet voran

Die Wärmewende in Hannover kommt weiter voran. Nach der Abschaltung von Block 1 im Kohlekraftwerk Stöcken erweitert enercity sein Wärmeerzeugungsportfolio mit dem Ziel des vollständigen Kohleausstiegs. Ein wichtiger Baustein dieses Portfolios ist Fernwärme aus der thermischen Abfallverwertung am EEW-Standort Hannover-Lahe. EEW optimiert die bestehende Anlage energetisch und schafft damit die Voraussetzung, dass enercity künftig mehr Wärme aus der thermischen Abfallverwertung in das Fernwärmenetz einspeisen kann. Damit leistet EEW als Anlagenbetreiber und Wärmelieferant einen konkreten Beitrag zu mehr grüner Fernwärme in Hannover. 

Die ersten Maßnahmen setzt EEW im Zuge der aktuell laufenden Revision der Anlage um. Zum zweiten Quartal 2027 sollen die Umbaumaßnahmen vollständig abgeschlossen sein. Die volle zusätzliche Fernwärmeleistung wird nach Abschluss der energetischen Optimierungsarbeiten für die Heizperiode 2027/2028 abrufbar sein.

Parallel dazu investiert enercity in die Erweiterung der Leitungen, die Hannover-Lahe mit dem Fernwärmenetz Hannovers verbindet, um die höhere Leistung im weiteren Stadtgebiet verteilen zu können.
 

Investitionen erhöhen Leistung der Fernwärme von 50 auf bis zu 85 Megawatt

Künftig kann die aus Abfällen der Region gewonnene Energie je nach Wärmebedarf flexibler genutzt werden: Bei hohem Fernwärmebedarf kann EEW deutlich mehr Dampf für die Fernwärme auskoppeln; bei geringerem Wärmebedarf bleibt die Stromerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung weiterhin möglich. 

„Mit der energetischen Optimierung schaffen wir die technische Voraussetzung, künftig deutlich mehr Fernwärme aus derselben Abfallmenge bereitzustellen. Dafür umgehen wir die Turbine in bestimmten Betriebssituationen: Bei sehr hohem Fernwärmebedarf, insbesondere im Winter, können wir den Dampf vollständig für die Fernwärme auskoppeln. In anderen Fahrweisen bleibt der Betrieb in Kraft-Wärme-Kopplung mit anteiliger Stromerzeugung möglich. So reduzieren wir die Wärmeabgabe an die Umgebung und erhöhen die Effizienz der Anlage. Der Preis dafür ist eine geringere Stromproduktion bei höherer Fernwärmeauskopplung – unterm Strich gewinnen wir aber deutlich mehr nutzbare Energie für Hannover“, erklärt Dr.-Ing. Malte Bieber, technischer Projektleiter energetische Optimierung des EEW-Standorts Hannover.

Anfang 2025 hatten enercity und EEW vereinbart, die Potenziale der bestehenden thermischen Abfallverwertungsanlage gemeinsam weiter auszubauen und langfristig für Fernwärme- und Stromerzeugung in Hannover zu nutzen. Die maximale Wärmeerzeugung der Anlage wird durch eine neue Dampfturbinenumfahrung von 50 auf insgesamt bis zu 85 Megawatt erhöht. 
 

Chancen des volatilen Energiemarkts intelligent nutzen

„Die Erweiterung der Wärmeauskopplung aus der Abfallverwertung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur grünen Fernwärme. Bestehende Abwärmequellen zu nutzen, ist für die Wärmewende sinnvoll, weil vorhandene Infrastruktur und bestehende Wärmepotenziale besser genutzt werden.“ Die gute Zusammenarbeit in dem Projekt macht es darüber hinaus möglich, schon im nächsten Jahr mehr Abwärme in das Stadtnetz einzuspeisen oder durch intelligenten Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung effizient Strom zu erzeugen“, sagt Dr. Conrad Zimmermann, Assetmanager Thermische Erzeugung und Fernwärme bei enercity.

enercity nutzt die optimierte Anlage künftig als weiteren flexiblen Baustein seines breit aufgestellten Portfolios aus Strom- und Wärmeerzeugung, mit dem das Unternehmen seit Jahren am Energiehandelsmarkt aktiv ist. Die Anlage eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für Sektorkopplung und einen intelligenten, marktorientierten Einsatz: Je nach Bedarf und Marktsituation kann enercity entscheiden, ob mehr Wärme oder mehr Strom erzeugt wird. An kalten Tagen kann die höhere Wärmeleistung besonders zur Versorgungssicherheit beitragen; bei geringerem Wärmebedarf kann die Anlage weiterhin Strom erzeugen.
 

Über EEW Energy from Waste

Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) ist ein führendes Unternehmen der Kreislaufwirtschaft. An 17 Standorten in Europa verwerten wir jährlich mehr als 5 Millionen Tonnen Abfall und Klärschlamm – und machen daraus Energie und wertvolle Rohstoffe. Rund 700.000 Haushalte versorgen wir mit Strom. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Mit mehr als 1.500 Mitarbeitenden setzen wir uns dafür ein, die Energie des Abfalls effizient zu nutzen, das Abfallvolumen zu reduzieren, CO2-Emissionen zu senken und Stoffkreisläufe zu schließen. Neben der thermischen Verwertung von Siedlungsabfällen betreibt EEW auch spezialisierte Anlagen zur Monoverbrennung von Klärschlamm – ein wichtiger Schritt zur Phosphorrückgewinnung. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie umfasst CO₂-Abscheidung, Energieeffizienz und die Entwicklung zukunftsfähiger Technologien.  
 


Über enercity – die Partnerin für intelligente Energie aus dem Norden für ganz Deutschland
Die enercity AG ist die integrierte Partnerin für die Energie- und Wärmewende aus dem Norden. Wir bauen, betreiben und vernetzen erneuerbare Energien, grüne Wärmesysteme und Speicher: Durch die intelligente Kopplung von Strom, Wärme und Mobilität schaffen wir ein stabiles, zukunftssicheres und klimaneutrales Gesamtsystem. Wir wandeln Milliarden-Investitionen in regionale Wertschöpfung um und stärken den Standort für Industrie, Kommunen und Haushalte. Wir setzen auf technologische Flexibilitätslösungen, um die Energiepreise durch smarte Steuerung stabil zu halten und die Wende bezahlbar zu machen. enercity ist der verlässliche Anker in einer komplexen Welt – wir machen die Energiewende zum Heimvorteil für die gesamte Region und für Deutschland. Mit einem Umsatz von rund 6,21 Milliarden Euro und rund 4.000 Mitarbeitenden zählt der Konzern zu den größten kommunalen Energieunternehmen Deutschlands (Stand: Geschäftsjahr 2025). Weitere Informationen: www.enercity.de/presse


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