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02. September 2026Erneuerbare Energien

enercity-Fernwärme auf Basis unvermeidbarer Abwärme versorgt erstmals Klinikum Bremen-Nord


  • Großabnehmer wie das Klinikum ermöglichen den zügigen Ausbau der Fernwärme in Bremen-Nord 
  • Fernwärme ersetzt 7,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas und spart gut 1.500 Tonnen CO₂ pro Jahr 
  • Mehr als 80 Prozent der enercity-Fernwärme stammen aus der thermischen Abfallverwertung 
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Das Klinikum Bremen-Nord ist an das neue enercity-Fernwärmenetz angeschlossen (Credits: Martin Rospek; v.l.n.r.): Sascha Brandt (Vertriebsleiter enercity contracting Nord), Vivien Voigt (geschäftsführende Krankenhausdirektorin), Jan Fries (Bremens Staatsrat für Umwelt, Klima und Wissenschaft), Eduard Gallwas (Objektleiter des Technik- und Gebäudemanagements im Klinikum Bremen-Nord), Dennis Witt (Projektleiter enercity contracting Nord) sowie Dr. Manfred Schüle (Geschäftsführer von enercity contracting)

Das Klinikum Bremen-Nord hat seine bislang vollständig erdgasbasierte Wärmeversorgung durch Fernwärme ersetzt. Seit dem 22. Juni 2026 wird das Krankenhaus über das neue Wärmenetz von enercity contracting mit Wärme aus dem Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk im Wollkämmerei-Quartier versorgt. Durch die Umstellung entfallen jährlich rund 7,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas für Heizung und Trinkwassererwärmung. Gleichzeitig können gut 1.500 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.

Mit dem Anschluss des Klinikums erreicht der Aufbau des neuen Wärmenetzes in Bremen-Nord einen wichtigen Meilenstein. Das Krankenhaus gehört zu den ersten Großabnehmern des Netzes, das enercity contracting seit Anfang 2025 in den Stadtteilen Blumenthal und Vegesack errichtet. Solche Ankerkunden schaffen die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Ausbau der Fernwärmeinfrastruktur und ermöglichen die schrittweise Einbindung weiterer öffentlicher Einrichtungen, Unternehmen und Wohnquartiere.

Die Wärmeversorgung in den beiden Stadtteilen wird bislang überwiegend durch Erdgas geprägt. Der Anschluss des Klinikums zeigt beispielhaft, wie sich auch große und energieintensive Liegenschaften auf eine weitgehend fossilfreie Wärmeversorgung umstellen lassen. Gleichzeitig erschließt enercity bislang ungenutzte lokale Wärmepotenziale für die Versorgung vor Ort. 

Abwärme wird zur Ressource für die Wärmewende

Grundlage der neuen Wärmeversorgung ist unvermeidbare Abwärme aus der thermischen Abfallverwertung. Dafür kooperiert die enercity contracting Nord GmbH mit der hkw blumenthal GmbH. Die hkw blumenthal GmbH stellt die Wärme am Heizkraftwerk bereit und sichert deren Verfügbarkeit. enercity contracting übernimmt die Wärme anschließend und verteilt sie über das neue Wärmenetz an ihre Kunden in Bremen-Nord.

Mehr als 80 Prozent der enercity-Fernwärme stammen aus der thermischen Abfallverwertung. Im Anwendungsbereich des Wärmeplanungsgesetzes wird diese Wärme als unvermeidbare Abwärme eingestuft und erneuerbaren Energieträgern gleichgestellt. Gebäudeeigentümer:innen erfüllen mit dem Anschluss an das Wärmenetz die gesetzlichen Anforderungen an die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien.

Jan Fries, Staatsrat für Umwelt, Klima und Wissenschaft: „Mit dem Anschluss an die Fernwärme zeigt das Krankenhaus, wie Klimaschutz und sichere Energieversorgung zusammen funktionieren können. Es ist ein starkes Signal, dass das Krankenhaus, als Teil der kritischen Infrastruktur, seinen direkten Einsatz fossiler Energieträger deutlich reduzieren kann.“

„Mit der Umstellung auf Fernwärme hat das Klinikum eine langfristig sichere und zukunftsfähige Wärmeversorgung. Der mehrwöchige Testbetrieb war erfolgreich, wir sind nun stabil am Netz. Das ist ein echter Meilenstein“, sagt die geschäftsführende Krankenhausdirektorin Vivien Voigt.

„Bisher haben wir vor allem Gas zur Wärmegewinnung genutzt. Die Umstellung auf Fernwärme ist für uns ein Riesenschritt in Sachen CO₂-Neutralität“, ergänzt Eduard Gallwas, Objektleiter des Technik- und Gebäudemanagements (TGM) im Klinikum Bremen-Nord.

„Mit dem Anschluss des Klinikums Bremen-Nord zeigen wir, wie vorhandene lokale Wärmepotenziale effizient genutzt werden können. Statt Abwärme ungenutzt an die Umgebung abzugeben, wird sie künftig für die Wärmeversorgung einer wichtigen Einrichtung der Daseinsvorsorge eingesetzt“, sagt Dr. Manfred Schüle, Geschäftsführer von enercity contracting. 

Erster Bauabschnitt abgeschlossen, weitere Anschlüsse in Vorbereitung

Für Gesundheit Nord ist das Projekt ein wichtiger Baustein der eigenen Klimaschutzstrategie. Mit der Inbetriebnahme setzt der Klinikverbund seine Transformation hin zu einer weitgehend fossilfreien Wärmeversorgung konsequent fort.

Gleichzeitig markiert die Versorgung des Klinikums den erfolgreichen Abschluss des ersten Bauabschnitts des neuen Wärmenetzes von enercity in Bremen-Nord. Das Unternehmen treibt damit den Aufbau einer klimaneutralen Wärmeinfrastruktur in der Region weiter voran. Künftig sollen weitere Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Wohnquartiere die verfügbare Abwärme aus dem Heizkraftwerk Blumenthal nutzen können.

Im Rahmen der nächsten Bauabschnitte ist der Anschluss mehrerer Schulen sowie weiterer öffentlicher Liegenschaften in Blumenthal und Vegesack geplant. Die Bauarbeiten beginnen Anfang 2027. Parallel spricht enercity contracting weitere potenzielle Kunden entlang der Hauptverteilleitung an, um ihnen den Anschluss an die klimaneutrale Wärmeversorgung zu ermöglichen. 

 

 

Über enercity contracting 

Die enercity contracting baut und betreibt Energieerzeugungsanlagen und Wärmenetze zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden und Quartieren. Die hundertprozentige enercity-Tochter ist ein bundesweit tätiges Contracting-Unternehmen und ist mit ihren Projekten in mehr rund 150 Städten und Kommunen vertreten. Sie betreibt in Deutschland über 1.100 Heiz- und Energiezentralen mit einer installierten Wärmeleistung von insgesamt über 630 Megawatt. Die im Rahmen von BHKW installierte elektrische Leistung beträgt 24 MW. Der Wärmeabsatz beträgt rund 780 Millionen kWh, die Stromproduktion liegt bei 96 Millionen kWh.

Zu den Kunden zählen private Immobilieneigentümer, Gewerbe und Industrie, öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser oder Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Schwerpunkte der enercity contracting sind der Einsatz von Wärmepumpen und regenerative Energie wie Biogas, Holzpellets und Holzhackschnitzel sowie die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung aus hocheffizienten KWK-Anlagen. enercity contracting ist darüber hinaus über Tochterunternehmen in der Biogasproduktion und der Gebäudeautomatisierung tätig.

www.enercity-contracting.de 

 

Über das Klinikum Bremen-Nord

  

Das Klinikum Bremen-Nord gehört zum Klinikverbund Gesundheit Nord, in dem die vier kommunalen Krankenhäuser der Stadt Bremen zusammengeschlossen sind. Der Verbund hat insgesamt rund 8000 Beschäftigte und gehört damit bundesweit zu den größten kommunalen Klinikverbünden. Das Spektrum der medizinischen Leistungen reicht von der Versorgung von Unfallopfern bis zu hochspezialisierten Operationsmethoden, von der Geburtshilfe bis zur Altersmedizin, von der Transplantation bis zur Rehabilitation. Die Kliniken der Gesundheit Nord decken fast jede medizinische Disziplin ab und versorgen nicht nur Menschen aus Bremen und der Region, sondern darüber hinaus auch viele Patienten, die aus ganz Deutschland zu den Experten kommen. Zudem ist die Gesundheit Nord einer der größten Ausbildungsbetriebe in Bremen.

Gesundheit Nord: Startseite 


Über enercity – die Partnerin für intelligente Energie aus dem Norden für ganz Deutschland
Die enercity AG ist die integrierte Partnerin für die Energie- und Wärmewende aus dem Norden. Wir bauen, betreiben und vernetzen erneuerbare Energien, grüne Wärmesysteme und Speicher: Durch die intelligente Kopplung von Strom, Wärme und Mobilität schaffen wir ein stabiles, zukunftssicheres und klimaneutrales Gesamtsystem. Wir wandeln Milliarden-Investitionen in regionale Wertschöpfung um und stärken den Standort für Industrie, Kommunen und Haushalte. Wir setzen auf technologische Flexibilitätslösungen, um die Energiepreise durch smarte Steuerung stabil zu halten und die Wende bezahlbar zu machen. enercity ist der verlässliche Anker in einer komplexen Welt – wir machen die Energiewende zum Heimvorteil für die gesamte Region und für Deutschland. Mit einem Umsatz von rund 6,21 Milliarden Euro und rund 4.000 Mitarbeitenden zählt der Konzern zu den größten kommunalen Energieunternehmen Deutschlands (Stand: Geschäftsjahr 2025). Weitere Informationen: www.enercity.de/presse


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