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Eine Solaranlage auf einem Feld in Lehrte-Ahlten.
Energiepark Lehrte-Ahlten

Wenn die Sonne geht, bleibt der Strom

Erneuerbare Energien sind klimafreundlich und unerschöpflich – aber nicht immer verfügbar, wenn wir sie am meisten brauchen. Um Schwankungen auszugleichen, braucht es mehr Flexibilität im Stromsystem. Wie das geht, zeigen hybride Energieparks wie der von enercity.

19 Hektar, eine Gesamtleistung von 19 Megawatt und eine CO2-Ersparnis von 7.500 Tonnen: Wenn es ein Quartett über Energieparks gäbe, hätte die Stadt Lehrte ab sofort ziemlich gute Karten. Denn im Ortsteil Ahlten lässt enercity einen hybriden Energiepark entstehen, der erneuerbare Stromerzeugung und Speicher miteinander verbindet und dafür eine Fläche von rund 27 Fußballfeldern umfasst.

Künftig erzeugen die 32.000 Module der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage hier sauberen Strom. Genauer gesagt: 20 Gigawattstunden pro Jahr. Rein rechnerisch reicht diese Menge aus, um den jährlichen Bedarf von 5.000 Vier-Personen-Haushalten zu decken. Viele Zahlen, die alle auf dasselbe Ziel einzahlen: klimafreundliche Energie erzeugen, die gleichzeitig zur regionalen Versorgungssicherheit beiträgt.  

Im neuen Energiepark Lehrte-Ahlten: enercity-Vorstand Prof. Dr. Marc Hansmann, Heike Koehler (Ortsbürgermeisterin Ahlten), Daniel Müller (Gf. enercity Erneuerbare) und Frank Prüße (Bürgermeister Lehrte).

Im hybriden Energiepark Lehrte-Ahlten wird sichtbar, worauf es bei der Energiewende ankommt: erneuerbaren Strom erzeugen und mithilfe von Speichern flexibel nutzbar machen. V.l.n.r. enercity-Vorstand Prof. Dr. Marc Hansmann, Heike Koehler (Ortsbürgermeisterin Ahlten), Daniel Müller (Geschäftsführer enercity Erneuerbare) und Frank Prüße (Bürgermeister Lehrte). 

Das Zuviel brauchbar machen

Was logisch klingt, ist im Alltag nicht ohne Tücken. Denn neben allen Vorteilen, die erneuerbare Energien mit sich bringen, gibt es eine zentrale Herausforderung: Es lässt sich nicht beeinflussen, wann und wie die Sonne scheint oder der Wind bläst. Wie viel Strom in Energieparks erzeugt wird, passt also nicht immer zum tatsächlichen Bedarf. Das führt zu Schwankungen im Netz und zu schwankenden Preisen. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken ist es, den Strom zwischenzuspeichern, wenn er gerade im Überfluss vorhanden ist, um ihn bei steigender Nachfrage wieder ins Netz einzuspeisen. Mit anderen Worten: Erneuerbare Energien müssen flexibel nutzbar sein.  

Essenziell dafür sind Batteriespeicher. Sie können innerhalb kurzer Zeit vollständig be- oder entladen werden, also Strom ins Netz einspeisen oder aus dem Netz aufnehmen. Ein solcher Speicher entsteht auch im Energiepark in Ahlten. Geplant sind 40 Megawatt Leistung und eine Kapazität von 80 Megawattstunden.

Mehr Sicherheit für alle

Der Energiepark wirkt auch über seinen Zaun hinaus, denn neben den energiewirtschaftlichen Effekten ergeben sich weitere Vorteile für die Region und die Menschen vor Ort. Mehr Flexibilität bedeutet weniger extreme Preisschwankungen und damit bezahlbarere Energie. Dazu kommen regionale Aufträge durch Bau und Betrieb des Parks und Gewerbesteuereinnahmen, die in der Kommune bleiben. Und in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten ist noch etwas weiteres entscheidend: Wer selbst Strom erzeugt und speichert, macht sich unabhängiger von fossilen Energiekrisen.

Erneuerbare Energie, die auch dann zur Verfügung steht, wenn die Sonne nicht scheint: In Lehrte-Ahlten wird das bald Realität – klimafreundlich, flexibel und verlässlich.

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9. Juli 2026
Erneuerbare Energien
Solar
Hannover

Autor: Emily Hadasik. Fotos: Jannis Bach.

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