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Photovoltaik

Sonnige Aussichten mit einer privaten PV-Anlage

Immer mehr Hauseigentümer wollen die Energiewende mitgestalten und entscheiden sich für eine private PV-Anlage. Damit erzeugen sie nicht nur ihren eigenen Strom, sondern speisen überschüssigen Strom ins allgemeine Netz ein. Neben Komplettlösungen für Photovoltaik ermöglicht enercity außerdem den Einstieg in die E-Mobilität, denn die Anlagen sind mit allen E-Ladestationen kompatibel.

Schon länger hatten Reiner Gehrke und seine Frau damit geliebäugelt, sich für ihr Eigenheim in Ronnenberg nahe Hannover eine Phovoltaikanlage anzuschaffen. Etwas für die Umwelt und gegen den Klimawandel zu tun – das lag ihnen am Herzen. „Als Einfamilienhausbesitzer mit den klassischen Anschlüssen macht man eigentlich nicht viel gegen den Klimawandel. Das wollten wir unbedingt ändern und zumindest in der Stromversorgung von den fossilen Energieträgern wegkommen“, sagt Gehrke. Anfang 2021 holte sich das Ehepaar Angebote verschiedener Anbieter ein. Ihre Wahl fiel schließlich auf enercity. Gemeinsam mit den PV-Profis des Energiedienstleisters entschieden sie, wie viele Module auf dem Dach montiert werden sollten, welches Hauskraftwerk infrage käme und wo die Kabelführungen im Haus verlaufen sollten. Im März erteilten die Gehrkes den Auftrag, keine drei Wochen später ging die private PV-Anlage bereits in Betrieb. Auch weil Gehrke als Elektroingenieur einiges an Fachwissen beisteuern konnte und einen Teil der Vorplanung übernommen hatte. „Die gute Teamarbeit hat sich bezahlt gemacht“, sagt der 63-Jährige.

80
Prozent
soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2030 sein – das gab die neue Bundesregierung bekannt.

Für die neue Bundesregierung steht das Engagement gegen den menschengemachten Klimawandel ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Sie wünscht sich, dass künftig viele Eigenheimbesitzer so handeln wie das Paar aus Ronnenberg. Denn der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch soll bis zum Jahr 2030 von derzeit etwa 47 Prozent auf 80 Prozent steigen. Für die Solarenergie sieht der Koalitionsvertrag eine Steigerung der installierten PV-Leistung von heute rund 55 Gigawatt auf etwa 200 Gigawatt im Jahr 2030 vor. Grundsätzlich sollen in Zukunft alle geeigneten Dachflächen in Deutschland für die Solarenergie genutzt werden.

Dieses Anliegen wird auch von einer Studie zum weltweiten PV-Potenzial unterstützt, in der die Forscher herausfanden, dass unser gesamter Strombedarf mit Solarenergie vom Dach abgedeckt werden kann. Laut Regierungsplänen soll bei gewerblichen Neubauten die Installation von PV-Anlagen sogar verpflichtend werden, bei privaten zumindest die Regel sein. Damit mehr Verbraucher in eine Photovoltaikanlage investieren und Photovoltaikstrom selber nutzen, aber auch ins allgemeine Netz einspeisen, verspricht die Regierung, Hemmnisse zu beseitigen und finanzielle Anreize zu schaffen. Beispielsweise sollen die Vergütung von ins Netz eingespeistem Solarstrom erhöht und die Bearbeitungszeit für Netzanschlüsse beschleunigt werden.

„Meine Frau und ich möchten für die Zukunft gerüstet sein und uns umweltschonend mit Energie versorgen.“

Reiner Gehrkeenercity-Kunde aus Ronnenberg

Ein eigenes Kraftwerk zu Hause

Die Gehrkes wollten für ihr Haus möglichst viel Strom selbst erzeugen. Dazu sprachen sie zunächst mit einem unabhängigen Energieberater und dann mit den Experten von enercity. Schließlich entschieden sie sich für eine große PV-Anlage mit einer Leistung von 12,4 Kilowatt-Peak (kWp)*. „Für unseren aktuellen Bedarf ist das sicherlich zu groß“, sagt Gehrke, „aber wir möchten für die Zukunft gerüstet sein und uns nachhaltig und umweltschonend mit Energie versorgen. Dazu gehört auch, dass wir uns vielleicht ein E-Auto zulegen. Dafür können wir dann ausreichend Strom selbst erzeugen.“ Insgesamt 31 Module hat das Paar auf der Ost- und der Westseite seines frei stehenden Winkelbungalows installieren lassen. Hinzu kamen zwei Batterien mit je sechs Kilowattstunden Speicherkapazität. „Die Solarmodule sind an ein Hauskraftwerk angeschlossen“, erklärt Gehrke, der bei der Stadt Hannover arbeitet. „Der erzeugte Strom wird zuerst für den Bedarf des Hauses verwendet.“ Wenn es Überschuss gibt, werden die Batterien geladen. Erst danach speist die Anlage ins Netz ein. Das kleine hauseigene Kraftwerk ist ein kompakter, etwa 170 Kilo schwerer Kasten, einen Meter hoch, einen Meter breit und etwa 45 Zentimeter tief. Um die Lieferung und Montage der privaten PV-Anlage musste sich der Ronnenberger keine Gedanken machen – auch darum kümmerte sich enercity.

* Kilowatt-Peak (kWp) – was bedeutet das eigentlich?

Kilowatt-Peak (kWp) ist ein besonderes Maß, das ausschließlich zur Messung der elektrischen Leistung von Photovoltaikanlagen verwendet wird. Das kleine p steht für das englische Wort „peak“ (= Spitze) und bedeutet „Spitzenleistung unter genormten Testbedingungen“. Denn im Unterschied zu einem Kohle- oder Gaskraftwerk kann eine PV-Anlage auch mal weniger Leistung bringen, weil die Sonne nicht immer scheint. Normalerweise wird die elektrische Leistung in Watt beziehungsweise Kilowatt (kW) gemessen. Im Fall der Anlage von Familie Gehrke bedeutet das, dass die PV-Anlage mit 12,4 kWp maximaler Leistung etwa 12.400 kWh Strom im Jahr produzieren kann.

Photovoltaikstrom selber nutzen mit dem Rundum-sorglos-Paket für PV-Einsteiger

Um Kunden den Umstieg auf Sonnenenergie so einfach wie möglich zu machen, bietet enercity verschiedene Komplettlösungen. Dazu zählen neben einer umfassenden Beratung unter anderem die Solarmodule, die Batterien, die Wechselrichter und die Zählereinrichtungen. Die PV-Anlage installieren lokale Handwerksbetriebe, die ebenfalls mit der Wartung beauftragt werden. „Wir sind der zentrale Ansprechpartner für unsere Kunden und arbeiten mit festen Vertragspartnern zusammen“, sagt Alexandra Lorenz, Geschäftsführerin der für das PV-Geschäft verantwortlichen enercitySolution GmbH. Um Kunden die Auswahl zu erleichtern und Anfragen noch schneller beantworten zu können, hat enercity das Solarangebot seit Anfang des Jahres in drei Produkte gebündelt. enercity-Kunden können aktuell zwischen einer kleineren und einer größeren Anlage zum Festpreis sowie einer flexibel konfigurierten Anlage wählen. Dahinter stehe die Erfahrung, dass potenzielle Solarkunden aus der Anschaffung einer PV-Anlage kein Studium machen wollen, so Lorenz. Der Umstieg auf Sonnenenergie soll so einfach wie möglich sein.

Das Interesse an privaten PV-Anlagen ist stark gestiegen: Von 2019 bis Ende 2020 haben sich die Anfragen an Lorenz und ihr Team verdoppelt. Immer mehr Menschen wenden sich über das Internet an enercity. „Das beschleunigt den Prozess ungemein“, sagt Solarexpertin Lorenz, „auch der digitale Abschluss einer Solaranlage per Videocall ist immer mehr im Kommen.“ Zum Anliegen, durch eine PV-Anlage die eigenen CO2-Emissionen zu verringern, geselle sich für viele Interessenten neuerdings auch der Wunsch nach Preisstabilität: „In erster Linie möchten unsere Kunden ganz klar einen Beitrag zur Energiewende leisten“, sagt Lorenz. „Darüber hinaus mildern sie durch die eigene Stromproduktion mögliche Preisschwankungen ab und werden unabhängiger von den Marktpreisen.“

Das muss man bei der Anbindung einer privaten PV-Anlage beachten

Unterstützung erfahren enercity-Kunden auch beim Netzzugang ihrer neuen PV-Anlage. Dazu sind verschiedene Anmeldeformulare einzureichen, die alle auf der Website des Netzbetreibers hinterlegt sind. Ebenso gehört eine Anmeldung im Marktstammdatenregister dazu, damit der eingespeiste Strom später vergütet werden kann. Diese muss unbedingt erfolgen, bevor eine Anlage installiert wird. Denn die Netzbetreiber müssen vorab wissen, wo Anlagen installiert werden und wie viel Strom sie maximal einspeisen können. Nur so können die Netzbetreiber sicherstellen, dass das Netz die zusätzlichen Mengen auch verkraften kann, und gegebenenfalls dessen Kapazitäten erweitern.

„Die Herausforderung dabei ist die Ungewissheit“, sagt Jochen Kamp vom Netzbetreiber enercity netz. Naturgemäß scheine die Sonne an manchen Tagen und an anderen nicht. Manchmal nutzten private Betreiber den produzierten Photovoltaikstrom selbst. Sind diese dagegen im Urlaub, braucht das Haus viel weniger Energie. „Wir gehen immer davon aus, dass alles, was die PV-Anlagen generieren können, auch eingespeist wird“, sagt Kamp. „Danach legen wir das Netz aus.“ enercity netz prüft bei jeder geplanten PV-Anlage, ob der Kunde den passenden Netzanschluss hat. Ist dieser zu klein, wird er verstärkt. Und schließlich sorgt der Netzbetreiber auch dafür, dass der ins Netz eingespeiste Strom vergütet wird – derzeit 20 Jahre lang. „Der Kunde kann wählen, ob er die Einspeisevergütung jährlich erhält oder in monatlichen Abschlägen“, sagt Kamp.

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Photovoltaikförderung mindert Kosten

Wer sich für eine PV-Anlage entscheidet, kann dafür einen zinsgünstigen Kredit bei der staatlichen Förderbank KfW beantragen. Aus ihrem dafür aufgelegten Programm „Erneuerbare Energien 270“ gab sie im Jahr 2020 Kreditzusagen in Höhe von rund 250 Millionen Euro. Kunden in Hannover und Teilen des Umlands bekommen überdies einen Teil ihrer Investitionskosten durch die Förderung des Klimaschutzfonds proKlima wieder zurück. Sechs Kommunen und enercity zahlen jedes Jahr in den Fördertopf ein.

„Die beiden klassischen Förderbausteine im Bereich Solar sind die Grundförderung ,SolarStromDach‘ und der Bonus ,DachVollToll‘, wenn die verfügbare Dachfläche komplett mit Photovoltaikmodulen belegt ist“, erklärt Matthias Littwin, Programmleiter Solarstrom und Klimaneutralität für Unternehmen bei proKlima. Wie hoch die konkrete Förderung ist, lässt sich schnell ausrechnen: Je Kilowatt-Peak bekommt man aus beiden Förderprogrammen einen Zuschuss von maximal 100 Euro. Die Förderung muss vor dem Auftrag zum Bau einer PV-Anlage beantragt werden. Das Geld bekommen die Kunden, wenn sie nach der Installation die Rechnungen und einige technische Unterlagen als Nachweise erbringen. Reiner Gehrke hat von beiden Förderbausteinen profitiert – insgesamt erhielt er 2480 Euro. Schließlich spielt auch die Einspeisevergütung eine nicht unerhebliche Rolle bei der Kostenabschätzung.

Durchweg positive Zwischenbilanz zur privaten PV-Anlage

Nach gut einem Jahr in Betrieb ist Reiner Gehrke mit seiner PV-Anlage sehr zufrieden. In dieser Zeit hat sie gut 9000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Und das in einem, wie er sagt, „sehr schlechten Solarjahr“, denn der vergangene Sommer war ungewöhnlich wolkenverhangen und verregnet. Knapp die Hälfte des erzeugten Stroms wurde für das Haus verbraucht. Der Überschuss ging ins Netz und wurde mit acht Cent je Kilowattstunde vergütet. Auf die Vergütung aber kommt es dem Ronnenberger gar nicht an. Lieber würde er den überschüssigen Strom so lange speichern können, bis er ihn im Winter verbrauchen kann. Doch auch wenn dazu derzeit noch die Speichermöglichkeiten fehlen: Auf dem Weg zur Klimaneutralität und zur Selbstversorgung mit Naturstrom sei er schon einen großen Schritt vorangekommen. Er zieht eine positive Bilanz: „Wir wollten eine Anlage haben, die es uns erlaubt, möglichst viel Strom zu erzeugen, wenn nicht sogar unseren gesamten Strombedarf zu decken. Und zumindest im Sommer wollten wir so viel erzeugen, dass wir auch ein E-Auto zu Hause laden können, wenn wir uns mal eins anschaffen“, sagt Gehrke. „Das ist uns mit unserer Anlage mühelos gelungen. Im letzten Sommer waren wir schon Selbstversorger.“

„Damit Hannover bis 2035 klimaneutral aufgestellt ist, unterstützen wir Hauseigentümer bei der Umsetzung dezentraler Lösungen für Energie und E-Mobilität.“

Dr. Susanna ZaprevaVorstandsvorsitzende der enercity AG

Schlüssel für mehr Solarstrom

Der Wunsch nach Selbstversorgung der Verbraucher wird nach Einschätzung vieler Experten auch der Schlüssel für mehr Solarstrom sein. Laut einer im „Strom-Report“ Anfang 2022 veröffentlichten Erhebung, die auf Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) und des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) basiert, sind in Deutschland aktuell bereits knapp zwei Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 54 Gigawatt installiert. 2020 erzeugten sie 51,4 Terawattstunden Strom – also rund zehn Prozent des in Deutschland produzierten Stroms. Und der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung steigt kontinuierlich weiter. Umfragen zeigen, dass inzwischen fast jeder dritte Hausbesitzer eine eigene Solarstromanlage in Erwägung zieht. Die Selbstversorgung ist dabei für viele das Hauptmotiv: Im Schnitt können PV-Anlagenbesitzer 70 Prozent des Eigenbedarfs selbst abdecken.

Zufrieden sind die Gehrkes aber nicht nur mit der Leistung ihrer Anlage. Als Pluspunkt verzeichnen sie zudem, dass sie sich um die Anlage gar nicht kümmern müssen. Software-Aktualisierungen spielt der Hersteller direkt über das Internet auf. Die Module haben eine Garantie von 25 Jahren, die Batterien von zehn. „Wir haben für wenig Geld einen kleinen Wartungsvertrag mit enercity abgeschlossen“, sagt Gehrke. Denn: „Es war mir wichtig, dass außer mir noch jemand die Anlage regelmäßig im Blick hat.“ 

Die Gehrkes haben mit ihrer privaten PV-Anlage einen Weg gefunden, ihren ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – und dabei langfristig auch noch Geld zu sparen. Wenn ihr Beispiel Schule macht, ist für den Klimaschutz viel gewonnen. enercity jedenfalls steht bereit.

5. Mai 2022
Erneuerbare Energien
Elektromobilität
Solar

Text: Bärbel Brockmann. Illustrationen: Jörn Kaspuhl.

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