Elektromobilität

    E-Auto zu Hause laden: Kosten, Installation und Wartung

    Eine E-Tankstelle im eigenen Zuhause? Das ist die Zukunft der Elektromobilität. Alles, was Sie wissen müssen, wenn Ihr E-Auto zu Hause laden soll.

    Sei es in puncto CO₂ -Ausstoß oder Kosten: Mit den Werten elektromobiler Antriebe können weder Diesel noch Benziner mithalten. E-Autos, die mit umweltfreundlichem Ökostrom geladen werden, weisen eine deutlich bessere Klimabilanz auf als andere Antriebe, und auch die jährlichen Instandhaltungskosten liegen weit unter denen anderer Modelle. Wer auf ein E-Auto setzt, zahlt viel geringere Jahresbeiträge an Steuern und Versicherung. Und seit dem 24. November fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Anschaffung und Installation privater Elektroladestationen mit einem Zuschuss von 900 Euro.

    Hierzu hat die KfW guten Grund: Im Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur liegt ein großer Hebel für das Gelingen der Mobilitätswende. Rund 85 Prozent aller Ladevorgänge finden im privaten Bereich statt, schätzt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Hierbei gibt es allerdings einiges zu beachten.

     

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    Um ein E-Auto an einer Wallbox aufzuladen, muss man nur das Ladekabel des Fahrzeugs mit der Ladestation verbinden.

    E-Auto zu Hause laden: Warum es nur mit Wallboxen geht

    Immer wieder kommt es vor, dass Besitzer von Elektroautos ihren Stromer zu Hause einfach an die Steckdose anschließen. Das verursacht unnötig lange Ladezeiten. Und es kann sogar gefährlich sein: Normale Leitungen sind für die Dauerbelastung eines Ladevorgangs durch ein E-Auto nicht ausgelegt, daher kann es zu Kurzschlüssen kommen. Auch die Gefahr von Kabelbränden besteht.

    Um den eigenen Stromer gefahrlos und zügig zu Hause aufzuladen, ist eine spezielle Ladestation notwendig: Die sogenannte Wallbox, also der „Wandkasten“, wird – dem Namen getreu – meist an der Wand montiert, beispielsweise in der Garage oder direkt am Haus. Ebenfalls erhältlich sind zudem sogenannte Standboxen, die nicht an eine Wand montiert werden.

    Egal, ob Wand- oder Standbox: Im Vergleich zur normalen Steckdose sind die Ladestationen nicht nur ungefährlich. Sie laden das Fahrzeug im Schnitt auch etwa 4,5-mal so schnell auf – in einigen Fällen ist die Diskrepanz sogar noch größer. Beim Mini Cooper SE beträgt die Ladedauer an einer Ladestation beispielsweise drei Stunden, an der Steckdose dagegen 14 Stunden. Und ein Fiat 500e muss nur vier Stunden an die Ladestation, aber 10,5 Stunden an die Steckdose. Die Batterie eines Audi e-tron 55 ist an einer Wallbox in 4,5 Stunden vollständig geladen, an der Steckdose sogar erst nach 42 Stunden (Quelle: The Mobility House GmbH).

    Bei enercity sind E-Mobilisten richtig!

    enercity setzt vollständig auf Ökostrom und bietet eine klimaneutrale Energieversorgung an. Daher können enercity-Kunden ganz problemlos die neue Förderung durch die KfW erhalten. Zusätzlich hilft enercity vom ersten Moment an bei der Entscheidung für eine Ladestation zu Hause – von der Beratung über die Anschaffung und den Förderantrag bis hin zur Bestellung, Installation und Inbetriebnahme.

    Eine Wallbox von enercity gibt es bereits ab 1267,23 Euro. Weil das Unternehmen seine Stromkunden beim Wechsel in neue Technologien unterstützen möchte, stellt es ihnen im Fall einer Entscheidung für eine private Ladestation eine weitere Fördersumme von 200 Euro zur Verfügung. Kombiniert mit der KfW-Förderung müssen enercity-Kunden für die eigene Wallbox somit lediglich Anschaffungskosten von 167,23 Euro aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen.

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    E-Auto zu Hause laden: Die Kosten

    Die Kosten einer Wallbox hängen von dem jeweiligen Modell ab. Empfehlenswerte Modelle gibt es ab ca. 500 Euro. Am oberen Ende der Preisklasse kann eine Wandbox etwa bis zu 2000 Euro kosten. Hinzu kommen immer Kosten für die Installation.

    Diese Initialkosten amortisieren sich im Zeitverlauf, denn das Laden eines E-Autos am heimischen Stromanschluss ist deutlich günstiger als die Tarife an öffentlichen Ladesäulen. Wer zu Hause eine Photovoltaikanlage installiert hat, kann sein E-Auto sogar mit selbst erzeugtem Strom laden, wodurch sich die Anschaffungs- und Installationskosten noch schneller amortisieren.

    Installation und Voraussetzungen

    Die meisten Wandladestationen wiegen nur etwa vier Kilogramm. Das bedeutet, dass auch alte Wände und Putzuntergründe geeignet sind, um eine Wallbox an ihnen zu montieren. Trennt eine größere Distanz das Haus vom Parkplatz, beispielsweise durch eine lange Einfahrt oder einen großen Garten, kann eine Starkstromleitung dorthin verlegt werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Ladesäule zu installieren, die über Kabel mit der Stromversorgung verbunden werden kann, ohne dass dafür unterirdisch Stromleitungen verlegt werden müssen.

    Eine übliche Wallbox bringt eine Ladeleistung von 11 Kilowatt (kW), das ist für den Netzanschluss zu Hause normalerweise kein Problem. Nur falls neben der Ladestation auch weitere energieintensive Einrichtungen wie etwa eine Sauna installiert sind, sollte man vorher einen Elektroinstallateur prüfen lassen, wo und wie sich der Anschluss am besten legen lässt. Eine solche Überprüfung durch einen Fachmann oder eine Fachfrau empfiehlt sich aber – und sei es nur, um auf Nummer sicher zu gehen – in jedem Fall.

    Wer seine Ladezeit weiter verkürzen will, setzt auf eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 22 kW, durch die sich Ladezeiten halbieren oder sogar erheblich minimieren lassen. Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW kosten etwas mehr als ihre kleinen Schwestern. Sie sind auch KfW-förderfähig, aber nur dann, wenn sie für mindestens ein Jahr auf 11 kW Ladeleistung gedrosselt werden. Übrigens: Mit der wallbe Pro von enercity ist dies möglich. Die Installation einer Wallbox mit 22 kW Ladeleistung muss von dem Betreiber des Stromnetzes geprüft und genehmigt werden. Meistens ist ein Anschluss aber auch mit 22 kW kein Problem. Durch eine Prüfung will sich der verantwortliche Strombetreiber vor allem versichern, dass das Wohnhaus auch wirklich mit der erforderlichen Ladeleistung versorgt ist. Außerdem ist es für die Netzplanung wichtig, zu wissen, wo und wie viele Ladestationen im Netzgebiet im Einsatz sind.

    Sicherheit bei der Stromtankstelle zu Hause

    Egal, ob normale oder besonders hohe Ladeleistung: Für eine Ladestation ist immer ein Starkstromanschluss notwendig. Daher empfiehlt sich – schon aus Sicherheitsgründen – die Installation durch einen Fachmann. Aber auch die Boxen selbst setzen auf Sicherheit: Viele Wallboxen verfügen über einen sogenannten „Electric Vehicle Charge Controller“, also eine Einheit, die das Aufladen daheim überwacht und steuert. Die meisten Ladestationen schalten zudem immer erst dann den Strom frei, wenn eine sichere Verbindung zum Auto besteht – das garantiert beim Laden zusätzliche Sicherheit. Darüber hinaus haben alle in Deutschland zugelassenen Wallboxen einen Leitungsschutzschalter, der das Ladekabel vor Überlastung schützt. Zudem muss ein Fehlerstrom-Schutzschalter, auch FI-Schalter genannt, installiert sein, um die Wandladestation, das Elektroauto und alle verbundenen Leitungen vor Fehlerströmen zu schützen.

    Wallboxen laden Elektroautos mit Wechselstrom und setzen üblicherweise auf einen einzelnen Ladepunkt mit einem Typ-2-Stecker. Fürs Aufladen selbst muss man dann auch kein Technik-Versteher sein: einfach das Ladekabel des Elektrofahrzeugs mit der Ladestation verbinden – und los geht‘s.

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    Egal, ob normale oder besonders hohe Ladeleistung: Für eine Ladestation ist immer ein Starkstromanschluss notwendig.

    Keine Angst vorm „Wanddurchbruch“

    Womöglich soll der Parkplatz – und damit die Ladestation – für das neue E-Auto an einem Ort entstehen, der noch nicht mit einem Starkstromanschluss verbunden ist. Dann muss die Stromversorgung im Verteilerkasten des Hauses angepasst und eine neue Starkstromleitung gelegt werden, die vom Verteilerkasten an den Ort führt, an dem die Wallbox installiert werden soll. Weil manchmal Wände den direkten Weg versperren, braucht es in dem Fall den sogenannten Wanddurchbruch. Was brachial klingt, ist aber eigentlich ganz harmlos: Mit einem einfachen Bohrer schafft man ein kleines Loch in der Wand, gerade so groß, dass das Kabel hindurchpasst. Das war es schon.

    Elektromobilität für zu Hause muss nicht aufwendig sein. Aktuelle Förderungen helfen dabei, die Anschaffungskosten für eine eigene Ladestation stark zu senken.

    Einfamilienhaus-Wallboxen von enercity

    Wer seine Wandbox bei enercity erwirbt, profitiert von zwei Jahren Gewährleistung und hat die Gewissheit, dass seine Ladeeinrichtung von einem wallbe-zertifizierten Elektriker montiert und aktiviert wird. enercity berät bei der Suche nach einem Elektroinstallateur und vermittelt auf Wunsch Kontakt zu einem geeigneten Betrieb.

    Die wallbe Pro:

    • besitzt einen Ladepunkt mit maximal 22 kW
    • kann als Standard-Wandladeeinrichtung installiert werden oder als Säule
    • gibt es mit Schlüsselschalter oder RFID-Schutz oder ohne Autorisierungsoption
    • ist verfügbar mit oder ohne fest angeschlagenes Ladekabel
    • ist lastmanagementfähig und daher auch geeignet für größere Mehrfamilienhäuser
    • kann kWh-spezifische Abrechnungen unter verschiedenen Nutzern durchführen

    Die wallbe Pro Plus:

    • besitzt zwei Ladepunkte mit jeweils maximal 22 kW
    • kann als Standard-Wandladeeinrichtung installiert werden oder als Säule
    • gibt es mit Schlüsselschalter oder RFID-Schutz oder ohne Autorisierungsoption
    • ist verfügbar mit oder ohne fest angeschlagenes Ladekabel
    • ist lastmanagementfähig und daher auch geeignet für größere Mehrfamilienhäuser
    • kann kWh-spezifische Abrechnungen unter verschiedenen Nutzern durchführen

    Die wallbe Premium:

    • besitzt zwei Ladepunkte mit jeweils maximal 22 kW
    • kann nur als Ladesäule installiert werden
    • gibt es mit RFID-Schutz oder ohne Autorisierungsoption
    • ist verfügbar mit oder ohne fest angeschlagenes Ladekabel
    • ist lastmanagementfähig und daher auch geeignet für größere Mehrfamilienhäuser
    • kann keine kWh-spezifischen Abrechnungen unter verschiedenen Nutzern durchführen
    Zum Ladeboxen-Konfigurator

    Text: Redaktion #positiveenergie. Fotos: Bilderraum Fotostudio /enercity AG, enercity AG, Getty Images, Shutterstock.

    16. Dezember 2020

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