Elektromobilität. Dieses Bild zeigt ein Elektroauto, welches gerade an einer enercity-Ladesäule lädt.
Elektromobilität

E-Auto zu Hause laden: Kosten und Installation

Ob beim CO₂-Ausstoß oder den laufenden Kosten: Mit den Werten elektromobiler Antriebe können weder Diesel noch Benziner mithalten. E-Autos, die mit umweltfreundlichem Ökostrom geladen werden, weisen eine deutlich bessere Klimabilanz auf als andere Antriebe, und auch die jährlichen Instandhaltungskosten liegen weit unter denen anderer Modelle. Und es gibt noch weitere Vorteile. Insbesondere den, dass sich E-Autos bequem zu Hause laden lassen.

E-Mobilist:innen wissen aus eigener Erfahrung: Wer auf ein E-Auto setzt, zahlt geringere Jahresbeiträge an die Versicherung. Zudem bleibt die Befreiung von der Kfz-Steuer für reine Elektrofahrzeuge bestehen: Alle E-Autos, die bis zum 31. Dezember 2030 neu zugelassen oder auf Elektroantrieb umgerüstet werden, sind bis zu zehn Jahre steuerfrei – jedoch höchstens bis zum 31. Dezember 2035. 

Hinzu kommt, dass Besitzer:innen einer privaten Ladestation ihr E‑Auto komfortabel zu Hause laden können. Und der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur, der als ein großer Hebel für das Gelingen der Mobilitätswende gilt, schreitet weiter voran: Inzwischen, so schätzt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), finden rund 85 Prozent aller Ladevorgänge im privaten Bereich statt. Hierbei gibt es allerdings einiges zu beachten.

E-Auto zu Hause aufladen, aber nicht an der normalen Steckdose

Immer wieder kommt es vor, dass Besitzer:innen von Elektroautos ihren Stromer zu Hause einfach an die Steckdose anschließen. Das verursacht unnötig lange Ladezeiten. Und es kann sogar gefährlich sein: Normale Leitungen sind für die Dauerbelastung eines Ladevorgangs durch ein E-Auto nicht ausgelegt, daher kann es zu Kurzschlüssen kommen. Auch die Gefahr von Kabelbränden besteht.

Um den eigenen Stromer gefahrlos und zügig zu Hause aufzuladen, ist eine spezielle Ladestation notwendig: Die sogenannte Wallbox, also der „Wandkasten“, wird – dem Namen getreu – meist an der Wand montiert, beispielsweise in der Garage oder direkt am Haus. Ebenfalls erhältlich sind zudem sogenannte Standboxen, die frei stehend montiert werden.

Eine Wallbox an der Hauswand
Um ein E-Auto an einer Wallbox aufzuladen, muss man nur das Ladekabel des Fahrzeugs mit der Ladestation verbinden.

Egal, ob Wand- oder Standbox: Im Vergleich zur normalen Steckdose sind die Ladestationen nicht nur ungefährlich. Sie laden das Fahrzeug im Schnitt auch etwa 4,5-mal so schnell auf – in einigen Fällen ist die Diskrepanz sogar noch größer. Beim Mini Cooper SE beträgt die Ladedauer an einer Ladestation beispielsweise nur knapp zweieinhalb Stunden, an der Steckdose dagegen mehr als elf Stunden. Auch ein Fiat 500e muss nur zweieinhalb Stunden an die Ladestation, aber acht Stunden an die Steckdose. Die Batterie eines Audi e-tron 55 ist an einer Wallbox in 6,5 Stunden vollständig geladen, an der Steckdose sogar erst nach 50 Stunden (Quelle: The Mobility House GmbH).

Was kostet eine Wallbox mit Anschluss?

Die Kosten einer Wallbox hängen von dem jeweiligen Modell ab. Empfehlenswerte Modelle einfacher 11-kW-Wallboxen gibt es ab etwa 500 Euro. Wallboxen mit Zusatzfunktionen wie beispielsweise Lastmanagement, App-Steuerung und PV-Überschussladen kosten von 700 bis 1500 Euro. 22-kW-Wallboxen sind ab 1000 Euro zu haben. Am oberen Ende der Preisklasse kann eine Wandbox etwa bis zu 2000 Euro kosten.

Hinzu kommen immer Kosten für die Installation. Dabei wird der Anschluss ans Hausnetz, also die Verbindung zwischen Ladestation und Sicherungskasten, geschaffen. Die Installationskosten hängen von den individuellen baulichen Gegebenheiten der Immobilie ab. Sind größere Umbaumaßnahmen wie ein Wanddurchbruch, die Erweiterung des Netzanschlusses oder ein separater Stromanschluss beziehungsweise die Verlegung einer Starkstromleitung notwendig, steigen die Installationskosten entsprechend. Durchschnittlich betragen sie laut ADAC zwischen 500 und 2500 Euro. Welche Kosten genau auf Sie zukommen, wird bei einer Begehung Ihrer Immobilie durch den Fachbetrieb geprüft und anschließend kalkuliert.

Diese Initialkosten amortisieren sich im Zeitverlauf, denn das Laden eines E-Autos am heimischen Stromanschluss ist deutlich günstiger als die Tarife an öffentlichen Ladesäulen. Wer zu Hause eine Photovoltaikanlage installiert hat, kann sein E-Auto sogar mit selbst erzeugtem Strom laden, wodurch die Anschaffungs- und Installationskosten noch schneller ausgeglichen werden.

Anschaffung und Kosten einer Wallbox als Mieter:in

Eigentümer:innen können ganz einfach einen Fachbetrieb zur Installation einer Wallbox engagieren. Aber wie sieht das bei Mieter:innen aus? Dürfen Bewohner:innen eines Mietshauses eine Wallbox installieren? Die Antwort lautet Ja, wenn sie vorher Rücksprache mit ihrer Vermieterin oder ihrem Vermieter halten. Dank des Gesetzes zur Modernisierung von Wohneigentum ist es für Mieter:innen seit Dezember 2020 deutlich einfacher geworden, von ihrer Vermieterin oder ihrem Vermieter eine Genehmigung zur Installation einer Wallbox zu bekommen. Das Gesetz besagt, dass Mieter:innen ein Anrecht auf den Einbau einer Ladestation haben, welches Vermieter:innen nur aus triftigen Gründen ablehnen können. Als triftiger Grund gilt beispielsweise, wenn das Haus denkmalgeschützt ist.

Und wer trägt die Kosten? Willigt die Vermieterin oder der Vermieter in das Vorhaben ein, gilt es, die Kosten der Wallboxinstallation individuell abzuklären. Vermieter:innen können sich nämlich an den Kosten beteiligen, sind dazu aber nicht verpflichtet. Mit der Anschaffung einer Ladestation profitieren aber sowohl Mieter:innen als auch Eigentümer:innen. Zum einen durch die Option, das eigene Elektroauto bequem zu Hause zu laden, und zum anderen durch die damit verbundene Wertsteigerung des Mietobjekts.

Was muss ich in einem Garagenhof ohne Stromanschluss beachten?

Auch für E-Auto-Fahrer:innen, die das E-Auto in einem Garagenhof ohne Stromanschluss parken und dort ebenfalls laden möchten, gibt es die Möglichkeit der Elektrifizierung der Garage. In der Regel geschieht dies in Abstimmung zwischen den Miteigentümer:innen des Garagenhofs. Eine Lösungsvariante stellen dabei ein zentraler Netzanschluss für den gesamten Garagenhof und die Verteilung der Ladeströme über ein Lastmanagement in die Garagen dar. Eine alternative und sehr komfortable Lösung ist die Erstellung eines eigenen Netzanschlusses in der Garage, der von vielen Stromnetzbetreibern angeboten wird. enercity bietet hier Gesamtpakete an, die zusätzlich zur Wallbox auch Beleuchtung und Steckdosen enthalten. So kann bequem beispielsweise auch das E-Bike geladen oder ein elektrisches Garagentor angeschlossen werden. Details finden Sie unter E-Mobilität trifft Wohnkomfort.

Voraussetzungen für eine Wallbox

Die meisten Wandladestationen wiegen nur etwa vier Kilogramm. Das bedeutet, dass auch alte Wände und Putzuntergründe geeignet sind, um eine Wallbox an ihnen zu montieren. Trennt eine größere Distanz das Haus vom Parkplatz, auf dem eine Standbox installiert werden soll, beispielsweise durch eine lange Einfahrt oder einen großen Garten, kann eine Starkstromleitung dorthin verlegt werden.

Eine übliche Wallbox bringt eine Ladeleistung von 11 Kilowatt (kW), das ist für den Netzanschluss zu Hause üblicherweise kein Problem. Falls neben der Ladestation auch weitere energieintensive Einrichtungen wie beispielsweise eine Sauna oder Elektroheizungen installiert sind, kann es aber auch knapp werden. Diese Aspekte prüft die Elektrofachkraft, die Ihre Ladestation installiert. So gehen Sie immer auf Nummer sicher.

Ladekabel. Dieses Bild zeigt das Ladekabel einer Ladestation.
Egal, ob normale oder besonders hohe Ladeleistung: Für eine Ladestation ist immer ein Starkstromanschluss notwendig.

Wer seine Ladezeit weiter verkürzen will, setzt auf eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 22 kW, durch die sich Ladezeiten halbieren oder sogar erheblich minimieren lassen. Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW kosten häufig etwas mehr als ihre kleinen Schwestern. Die Installation einer Wallbox mit 22 kW Ladeleistung muss von dem Betreiber des Stromnetzes geprüft und genehmigt werden. Meistens ist ein Anschluss aber auch mit 22 kW kein Problem. Durch eine Prüfung will sich der verantwortliche Stromnetzbetreiber vor allem versichern, dass das Wohnhaus auch wirklich mit der erforderlichen Ladeleistung versorgt ist. Außerdem ist es für die Netzplanung wichtig, zu wissen, wo und wie viele Ladestationen im Netzgebiet im Einsatz sind. Dafür ist es darüber hinaus wichtig, dass Ihre Wallbox unabhängig von der Ladeleistung angemeldet ist. Alle wichtigen Informationen dazu erhalten Sie in unserem Artikel „Wie man private Ladestationen anmeldet“.

Installation der Wallbox: Wann ist ein Wanddurchbruch notwendig?

Womöglich soll der Parkplatz – und damit die Ladestation – für das neue E-Auto an einem Ort entstehen, der noch nicht mit einem Starkstromanschluss verbunden ist. Dann muss die Stromversorgung im Verteilerkasten des Hauses angepasst und eine neue Starkstromleitung gelegt werden, die vom Verteilerkasten an den Ort führt, an dem die Wallbox installiert werden soll. Weil manchmal Wände den direkten Weg versperren, braucht es in dem Fall den sogenannten Wanddurchbruch. Was brachial klingt, ist aber eigentlich ganz harmlos: Mit einem einfachen Bohrer schafft man ein kleines Loch in der Wand, gerade so groß, dass das Kabel hindurchpasst. Das war es schon.

Elektromobilität für zu Hause muss nicht aufwendig sein. Aktuelle Förderungen helfen dabei, die Anschaffungskosten für eine eigene Ladestation stark zu senken.

Wer darf eine Wallbox anschließen?

Für die Montage einer Wallbox muss eine Fachkraft engagiert werden, denn der Anschluss erfolgt an einer 400-Volt-Starkstromleitung. Nehmen Sie die Installation nicht selbst vor, sondern beauftragen Sie einen zugelassenen Elektrikerbetrieb, am besten mit Erfahrung in der Montage von Ladestationen. Viele E-Mobilitätsdienstleistende bieten zudem Wallboxen als Komplettangebot mit Installationsservice an.

Müssen private Ladestationen angemeldet werden?

Wer sein Elektroauto zu Hause laden will, muss seine Wallbox beim Netzbetreiber anmelden. Diese grundsätzliche Anmeldepflicht gilt für alle Wallboxen bis 11 kW. Ab 12 kW müssen die Ladestationen sogar vom Netzbetreiber genehmigt werden. Der Netzbetreiber ist der Eigentümer des Stromnetzes in der jeweiligen Region und muss nicht mit dem Stromanbieter identisch sein. In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie man eine private Ladestation anmeldet.

Werden Wallboxen gefördert?

Für 2026 plant die Bundesregierung eine Neuauflage von Fördermaßnahmen für die Ladeinfrastruktur, insbesondere für Ladepunkte in Mehrparteienhäusern. Eine klassische bundesweite Förderung für private Wallboxkäufe und deren Installation – wie sie früher über die KfW bestand – existiert derzeit nicht mehr. Es gibt aber durchaus andere Möglichkeiten, eine private Wallbox zu fördern. Einige Energieversorger und Kommunen möchten nicht nur das Laden von Elektroautos zu Hause unterstützen, sondern auch die Energiewende und den Umstieg auf Ökostrom.

Wie sicher sind Wallboxen?

Egal, ob normale oder besonders hohe Ladeleistung: Für eine Ladestation ist in der Regel ein Starkstromanschluss zu empfehlen. In jedem Fall ist – schon aus Sicherheitsgründen – die Installation durch einen Fachbetrieb notwendig. Aber auch die Boxen selbst setzen auf Sicherheit: Sie verfügen über Sicherheitsvorrichtungen, die das Aufladen daheim überwachen und steuern. So schalten die Boxen immer erst dann den Strom frei, wenn eine sichere Verbindung zum Auto besteht – das garantiert beim Laden zusätzliche Sicherheit. Darüber hinaus schließt Ihre Elektrikerin oder Ihr Elektriker die Ladestation an einen Leitungsschutzschalter an, der das Ladekabel vor Überlastung schützt. Zudem muss ein Fehlerstrom-Schutzschalter, auch FI-Schalter genannt, installiert sein, um die Wandladestation, das Elektroauto und alle verbundenen Leitungen vor Fehlerströmen zu schützen.

Wallboxen laden Elektroautos mit Wechselstrom und setzen üblicherweise auf einen einzelnen Ladepunkt mit einem Typ-2-Stecker. Fürs Aufladen selbst muss man dann auch kein Technik-Ass sein: einfach das Ladekabel des Elektrofahrzeugs mit der Ladestation verbinden – und los geht‘s.

Flexible Ladelösungen von enercity

Unsere zukunftsfähigen Wallboxen bieten Ihnen nicht nur höchsten Komfort, sondern auch die Möglichkeit, sie an eine Solaranlage anzuschließen.

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14. Januar 2026
Elektromobilität
Klimaschutz

Text: Redaktion #positiveenergie. Fotos: Bilderraum Fotostudio /enercity AG, enercity AG, Getty Images, Shutterstock. Zuletzt überarbeitet am 14.01.2026.

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