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    Der Ladestecker wird zum Aufladen in das E-Auto gesteckt.
    Elektromobilität

    E-Autos: Oftmals günstiger als Verbrenner

    Denken Autobesitzer über den Wechsel vom Verbrenner zum E-Auto nach, steht häufig folgende Frage an erster Stelle: Rentieren sich Elektroautos für den relativ hohen Anschaffungspreis überhaupt? Die Antwort lautet Ja, denn sowohl Erstkäufer als auch Zweit- und Drittbesitzer können von den niedrigen Erhaltungskosten profitieren.

    E-Autos sind oft schon heute die günstigere Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der britischen Energieberatung Element Energy, die vom Bundesverband der Verbraucherzentralen in Auftrag gegeben wurde. Die Experten untersuchten die E-Auto-Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern. Für viele vielleicht überraschend: Trotz der höheren Anschaffungspreise sind die nahezu emissionsfreien Fahrzeuge vor allem für Verbraucher mit niedrigem Einkommen langfristig kosteneffizienter.

    Die Studie stellt die Gesamterhaltungskosten, die sogenannte Total Cost of Ownership (TCO), von Verbrennern, Hybridfahrzeugen, Elektro- und Brennstoffzellenautos einander gegenüber, die zwischen 2020 und 2030 als Neuwagen gekauft werden. Dabei finden sowohl Erstkäufer als auch Zweit- und Drittbesitzer mit einer Gesamtnutzungszeit von insgesamt 16 Jahren Berücksichtigung. Für den Vergleich der Gesamtkosten fließen Faktoren wie Wertverlust, Kraftstoff- und Strompreise, Haltedauer, Jahresfahrleistungen, Kaufanreize und Steuern in die Berechnung ein.

    Umweltbonus und Steuervorteil machen Elektroautos zur günstigen Alternative

    Das Ergebnis: Durch aktuelle Kaufanreize wie den Umweltbonus, die Innovationsprämie, Steuervergünstigungen und Förderungen von E-Autos sowie Wallboxen sind – auf die Lebenszeit eines Fahrzeugs gerechnet – Kleinfahrzeuge mit Elektroantrieb schon heute günstiger als Verbrenner. E-Autos der Mittelklasse wären sogar ohne die Umweltprämie bereits preiswerter, große Elektrofahrzeuge werden es ab 2025 sein. Dies kommt besonders Verbrauchern mit niedrigem Einkommen zugute: Zweit- und Drittbesitzer sparen mit einem E-Fahrzeug der Mittelklasse, das heute neu gekauft wird, im Vergleich zu einem Benziner mehr als 12.000 Euro. Zudem soll laut den Autoren der Studie auch die zukünftige Verfügbarkeit von gebrauchten E-Autos merklich ansteigen: „Strengere CO2-Flottengrenzwerte, die Autohersteller dazu ermutigen, mehr E-Autos auf den Markt zu bringen, werden das Angebot von gebrauchten E-Autos verbessern.“

    Junger Mann arbeitet am Laptop und hält Rechnungen in der Hand.
    Wenn nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Gesamterhaltungskosten von Autos betrachtet werden, sind E-Autos der Kleinwagen- und Mittelklasse schon heute günstiger als Verbrenner. Große Elektrofahrzeuge werden es ab 2025 sein.

    Besonders Vielfahrer sind eine wichtige Zielgruppe für den Wechsel zu E-Fahrzeugen. Daher werden Fahrer mit hohen jährlichen Laufleistungen von mehr als 25.000 Kilometern in den Fokus der Studie zu E-Auto-Kosten gesetzt. Sie weisen nämlich die höchsten CO2-Emissionen auf und profitieren von den TCO-Einsparungen und den aktuellen Pendlerpauschalen am stärksten. Das Referenz-Elektroauto, ein Tesla Model 3, spart dem Erstbesitzer 16.700 Euro gegenüber einem Fahrzeug mit Benzinantrieb und 12.800 Euro gegenüber einem Dieselmotor. Wer den Kauf eines E-Autos erwägt, sollte also nicht allein auf den Anschaffungspreis, sondern vielmehr auf die tatsächlichen Erhaltungskosten achten.

    5. April 2022
    Elektromobilität
    Klimaschutz

    Text: Sina Lorenzen. Fotos: Getty Images, Shutterstock.

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