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Förderprogramm 2026

proKlima investiert erneut massiv in den Klimaschutz

Der enercity-Fonds proKlima stellt 2026 mehr als 6,2 Millionen Euro bereit, um nachhaltige Heizungslösungen, Solarenergie und Dämmmaßnahmen zu fördern. Davon profitieren Bürger:innen ebenso wie Vereine und Schulen in Hannover und Umgebung. Die Wärmewende in der Region steht weiterhin im Fokus.

Förderung für Hannover und Umland

Mit dem neuen Förderbudget setzt proKlima ein starkes Zeichen für den lokalen Klimaschutz und will vor allem die Wärmewende als Herzstück der Klimawende weiter voranbringen. „Die Wärmewende gelingt nur, wenn alle mitmachen – Gebäudebesitzende, Unternehmen und Kommunen. Mit unseren Förderprogrammen wollen wir diesen gemeinsamen Weg bestmöglich unterstützen“, so Matthias Wohlfahrt, Leiter der Geschäftsstelle des enercity-Fonds proKlima. Konkret unterstützt der Fonds den Umstieg von fossilen Heizungen auf Wärmepumpen, den Anschluss an Nah- und Fernwärmenetze, die Dämmung von Gebäuden (inklusive Fenstertausch) sowie den Ausbau von Solarstromanlagen. Antragsberechtigt sind nicht nur Einwohner:innen Hannovers, sondern auch Bürger:innen in proKlima-Partnerkommunen wie Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze.

Porträtfoto von Matthias Wohlfahrt dem Leiter der Geschäftsstelle des enercity Fonds proKlima

Die Wärmewende gelingt nur, wenn alle mitmachen – Gebäudebesitzende, Unternehmen und Kommunen. Mit unseren Förderprogrammen wollen wir diesen gemeinsamen Weg bestmöglich unterstützen.

Mattias WohlfahrtLeiter der Geschäftsstelle des enercity-Fonds proKlima

Bereits im vergangenen Jahr war die Nachfrage enorm: 2025 wurden alle förderfähigen Anträge bewilligt – insgesamt über 1370 Anträge. Rund 3,1 Millionen Euro Fördergeld hat proKlima 2025 ausgeschüttet. Besonders Wärmepumpen boomten mit über 320 Anträgen – das war mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2024. „Die hohe Nachfrage zeigt, dass die Wärmepumpe in der Breite angekommen ist. Sie ist die Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen“, betont Dr. Frank-Peter Ahlers, der die Handwerkskammer Hannover im proKlima-Beirat vertritt.

Was wird 2026 gefördert?

Ein Großteil der Mittel fließt in die Breitenförderung – so nennt proKlima die standardisierten Förderprogramme für gängige Klimaschutzmaßnahmen im Massenmarkt. Kurz gesagt: Es geht um Zuschüsse, von denen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger profitieren können. Im Jahr 2025 entfielen allein 2,7 Millionen Euro auf diese Breitenförderung. 

Zudem fördert proKlima besondere Vorhaben – etwa Solarstromanlagen für Vereine oder innovative Einzelprojekte. So wurden 2025 zusätzlich 130.000 Euro für Vereinsprojekte und 326.000 Euro für Einzelprojekte bereitgestellt – unter anderem zur Unterstützung des Stromspar-Projekts der AWO Region Hannover, das Haushalten mit geringem Einkommen die Anschaffung von Balkonsolaranlagen ermöglicht.

Nahaufnahme zweier Installateure die eine Photovoltaikanlage auf einem Hausdach installieren
Mit den Mitteln des proKlima-Förderprogramms soll unter anderem der Bau von Photovoltaikanlagen gefördert werden.

Welche klimafreundlichen Technologien stehen nun 2026 im Mittelpunkt? Hier die wichtigsten Förderschwerpunkte im Überblick:

 

  • Wärmepumpen: Alte Öl- oder Gasheizung raus, effiziente Wärmepumpe rein – proKlima übernimmt dabei jetzt bis zu 20 Prozent der Kosten als Zuschuss. Die Wärmepumpe gilt als Schlüssel zur Wärmewende, was auch die sprunghaft gestiegene Nachfrage zeigt. 2026 macht proKlima diese Technologie mit neuen Bonus-Förderungen noch attraktiver.

     
  • Wärmenetze: Wer sein Haus an ein Nah- oder Fernwärmenetz anschließt, bekommt bis zu zehn Prozent der Investitionskosten erstattet. Damit unterstützt der Fonds den Umstieg auf künftig vollständig erneuerbare Fernwärme.

     
  • Solarstrom: Solarstrom vom eigenen Dach zu erzeugen lohnt sich gleich doppelt. proKlima stellt rund 600.000 Euro für private Photovoltaikanlagen bereit. Neu ist zudem ein Bonus für Solar-Energiemanagement: Wer seinen selbst erzeugten Strom zu Hause besonders effizient nutzt – etwa mit Batteriespeicher, einer intelligenten Steuerung für die Wärmepumpe oder beim Laden des E-Autos –, erhält zusätzliche Unterstützung.

     
  • Dämmung und Fenster: Auch gut gedämmte Wände, sanierte Dächer und moderne Fenster tragen entscheidend dazu bei, den Energieverbrauch deutlich zu senken. 2026 erhöht proKlima auch die hier die Zuschüsse – besonders der Austausch alter Fenster wird stärker belohnt. Gibt es dabei Denkmalauflagen, zahlt der Fonds sogar bis zu 100 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche. Auch die Fassadendämmung an Mehrfamilienhäusern ist wieder förderfähig, sofern nachhaltige Materialien (etwa mit dem Blauer-Engel-Siegel) verwendet werden.

 

Mehr über die Vorteile von energetischen Sanierungsmaßnahmen erfahren Sie in unserem Ratgeber.

 

Förderung für Vereine, Bildungseinrichtungen und Gemeinschaft

Nicht nur private Hausbesitzer:innen, auch Vereine und Institutionen können 2026 proKlima-Fördergelder erhalten. So gibt es eigens das Programm „GemeinNützlichSolar“ für gemeinnützige Institutionen, um Solaranlagen auf Vereinsheimen oder Bildungseinrichtungen in der Landeshauptstadt Hannover zu installieren. Dafür sind 400.000 Euro reserviert. Außerdem stärkt proKlima die Klimaschutz-Bildung: Schulen, Kitas und andere Bildungseinrichtungen können für Workshops, Modellprojekte oder Lehrmaterialien rund um Energie und Klima Zuschüsse erhalten. 200.000 Euro stehen 2026 für solche Bildungsprojekte zur Verfügung – ein wichtiges Investment in das Klimabewusstsein der kommenden Generation.

Auch die Kommunen selbst profitieren von der proKlima‑Partnerschaft – nicht nur finanziell, sondern weil jede geförderte Maßnahme ihre kommunalen Klimaschutzziele unterstützt.

Mehr über proKlima erfahren!

Besuchen Sie die offizielle Website von proKlima für weitere Informationen zu den Projekten und Fördermöglichkeiten.

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23. Februar 2026
Erneuerbare Energien
Hannover
Grüne Wärme

Text: Estella Schneider/Annika Schmitz. Bilder: Getty Images, Shutterstock, proKlima.

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