Hannover, 15. August 2019

enercity bringt frischen Wind in die Lausitz

Der Ausbau der onshore-Windkraft kommt in Deutschland kaum noch voran. Entgegen diesem Trend errichtet enercity inmitten des Braunkohlereviers der Lausitz im Brandenburgischen Klettwitz einen neuen Windpark. Zehn neue Windkraftanlagen werten den Vorzeigestandort weiter auf, der mit über 50 Anlagen in den 90er Jahren einer der ersten große Onshore-Windparks in Europa war. Am 15. August 2019 legten Bürgermeister Klaus Prietzel und Ivo Grünhagen, Geschäftsführer der enercity Erneuerbare GmbH, den Grundstein für das Projekt.

Auf ehemaligem Braunkohleabraum entstehen mit Klettwitz 2.2 bis Februar 2020 weitere zehn Windkraftanlagen (Vestas Typ V117) mit einer Gesamtnennleistung von 33 MW und 141,5 Meter Nabenhöhe. Fünf davon werden bereits bis Ende 2019 in Betrieb genommen. Der enercity-Anlagenbestand umfasst derzeit Windpark Klettwitz 2.1 mit fünf Vestas V-112 Anlagen, zwei Vestas V-90 sowie sechs Vestas V-66. Die Bodenverhältnisse auf Braunkohlehalden erfordern besondere Expertise für die Schaffung tragfähiger Fundamente.

Die Stromproduktion in Höhe von ca. 40 Millionen kWh des bereits vorhandenen enercity-Windparks Klettwitz deckt bisher den Bedarf von 10.500 Haushalten. Nach Abschluss der Bauphase von Klettwitz 2.2 sind ab Februar 2020 insgesamt 53,5 MW Nennleistung in Betrieb. Prognostizierte 140 Millionen kWh pro Jahr reichen aus, um rund 37.000 Haushalte zu versorgen. Mit dem Projekt legt das enercity-Windportfolio um rund 10 Prozent zu. „Der Grundstein für das Projekt schafft eine nachhaltige Zukunft für den Standort Klettwitz. Der neue Windpark leistet einen wichtigen Beitrag zu den enercity-Zielen zum Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung“, sagt Ivo Grünhagen, Geschäftsführer der enercity Erneuerbare GmbH, eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft der enercity AG. „Bereits heute zählt enercity zu den zehn größten Onshore-Windkraftbetreibern und zu den fünf größten Ökostromanbietern in Deutschland“.

Ohne die Wiedervereinigung Deutschlands wäre der Schipkauer Ortsteil Klettwitz vom Braunkohletagebau verschluckt worden. „Die Windenergienutzung hat unserer Gemeinde eine neue Perspektive gegeben und diese bringt uns Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Gewerbesteuern“, betont Klaus Prietzel, Bürgermeister der Gemeinde Schipkau in Süd-Brandenburg. „Mit enercity haben wir einen verlässlichen Partner, der an einer nachhaltigen Zusammenarbeit interessiert ist.“

Die Abraumhalden stellen wie auch Deponie- oder Tagebauflächen Extrembedingungen für Windkraftanlagen dar. „Windanlagen wie hier können aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht einfach aufgestellt werden. Die Sandböden können in Verbindung mit Grundwasser in Bewegung geraten“, erklärt Grünhagen. „Bis zu 90 Meter tief vorgetriebene Gestänge und Bodenverdichtungen sichern die Fundamente. Dieses Know how können wir in weitere stillgelegte Braunkohleflächen einbringen.“

In den nächsten zehn Jahren wird enercity seine Windstromproduktion von derzeit 560 GWh auf bis zu 2.000 GWh ausbauen. Dies bedeutet, der aktuelle enercity-Windanlagenbestand mit rund 340 MW Leistung wird sich nahezu verdreifachen.

 

Fotomaterial zur Grundsteinlegung am 15. August 2019 in Klettwitz gibt es hier zum Download: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=CEYzVja95aUd 

(Personen von links nach rechts: Ivo Grünhagen, Geschäftsführer enercity Erneuerbare GmbH; Klaus Prietzel, Bürgermeister Gemeinde Schipkau)