Station 4: Wiese, Weide, Acker

Idealer Lebensraum für Tiere

Biene auf einer Blume

Bildbeschreibung: Ein Paradies für Bienen

Die 4. Station widmet sich dem Thema Wiese, Weide und Acker. Denn Wiesen und Weiden sind neben dem Wald ideale Gebiete für die Wassergewinnung:  Der Boden ist ganzjährig und langfristig bewachsen und dient als idealer Filter für das versickernde Regenwasser. Die Wiesen hier im Grasdorfer Wassergewinnungsgelände sind sehr artenreich und bieten einer Vielzahl an Insekten, Amphibien und Vögeln einen geeigneten Lebensraum. Durch eine Schnittnutzung zur Heugewinnung ein- bis zweimal pro Jahr verhindern wir eine Verbuschung dieser wertvollen Biotope.

200 Hektar Wiesen für die Wassergewinnung

enercity hat im Wassergewinnungsgelände auf rund 200 Hektar Eigentumsflächen Grünlandpflegeverträge mit den Pächtern abgeschlossen. So können sich die Besucher über das ganze Jahr an den arten- und abwechslungsreichen Wiesen erfreuen.

Die vereinbarten Pflegemaßnahmen orientieren sich an:

  • der Historie vor der vermehrt landwirtschaftlichen Nutzung
  • den Erfordernissen eines vorbeugenden Grundwasserschutzes (keine Düngung, kein Pflanzenschutzmitteleinsatz)
  • den Interessen des Naturschutzes, hier insbesondere des Wiesenvogelschutzes

Lebensraum für Vögel und Jungwild

Wiese Erlebnispfad Grasdorf

Bildbeschreibung: Wiese im Grasdorfer Wassergewinnungsgelände

Wiesen, die dem Storchenschutz dienen, dürfen ab Mitte Mai beziehungsweise Anfang Juni gemäht werden. Die späteren Mähtermine ab Ende Juni dienen dem Schwerpunkt „Schutz der bodenbrütenden Wiesenvögel“. Durch das späte Mähen, die Vorgabe einer Mindestschnitthöhe sowie das Mähen von innen nach außen werden Jungvögel ebenso wie Rehkitze und viele am Boden lebende Kleinlebewesen geschützt.

Neben Wiesen gibt es im Wassergewinnungsgebiet auch noch einige Weiden, auf denen Pferde ihr Futter finden. Die Besatzdichte in der Leineaue ist auf ein bis zwei Tiere pro Hektar begrenzt, sodass keine Beeinträchtigung der Vogelwelt zu erwarten ist.

Elf Prozent des 2.700 Hektar großen Einzugsgebietes werden als Acker genutzt. Vom Lehrpfad aus sind die Felder aber nicht zu sehen. Größere Flächen erstrecken sich in den Gemarkungen Pattensen, Koldingen, Reden und Harkenbleck. Durch den Anbau von Zuckerrüben und Getreide werden auf den Ackerflächen die Grundnahrungsmittel Mehl und Zucker produziert.

Düngemittel und Pestizide verboten

Gleichzeitig entsteht auf diesen Flächen das Lebensmittel Nr.1, unser Wasser. Der Landwirt muss daher im Wassereinzugsgebiet besonders verantwortungsvoll wirtschaften. Durch den Abschluss sogenannter „freiwilliger Vereinbarungen“ verpflichten sich die Landwirte beispielsweise auf der Vertragsfläche keine Herbizide einzusetzen, und erhalten für ihren Mehraufwand einen finanziellen Ausgleich.

Durch die Ansaat von Zwischenfrüchten nach der Ernte wird der Boden über den Winter begrünt. Dadurch wird ein Abtrag der oberen Humusschicht durch Wind und Regen ebenso verhindert wie der Austrag überschüssiger Nährstoffe ins Grundwasser.

Station 5: Der Beobachtungsturm