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Eine Frau tankt ihr Auto an einer Tankstelle hält den Zapfhahn am Fahrzeug fest.
Aktuelle Preisentwicklung bei Erdgas und Erdöl

Was bedeutet der Preissprung für Wärmekund:innen in Hannover?

enercity erklärt, warum Bestandskund:innen trotz der aktuellen Marktturbulenzen vorerst nicht mit steigenden Gaspreisen rechnen müssen – und was sich für Neukund:innen ändert.

Der Krieg im Nahen Osten hat die Preise für fossile Energieträger weltweit stark in Bewegung versetzt. Während Autofahrer:innen die höheren Ölpreise sofort an den Tankstellen spüren, fragen sich viele Menschen in der Landeshauptstadt: Kommt der Preissprung auch beim Heizen an? Christian Haferkamp, Chief Sales Officer bei enercity, ordnet die aktuelle Lage ein und erklärt, warum die Situation für Bestands- und Neukund:innen unterschiedlich ist. 

Die Gas- und Ölpreise sind an den Börsen zuletzt stark gestiegen. Müssen Wärmekund:innen in Hannover nun mit kurzfristigen Preissteigerungen rechnen? 

Die Lage an den internationalen Energiemärkten ist seit Beginn des Konflikts sehr dynamisch. Die Einkaufspreise für Gas haben sich innerhalb weniger Tage nahezu verdoppelt. Unsere Bestandskund:innen spüren dies aber nicht. Sie sind entweder über einen Festpreisvertrag oder eine vorausschauende Beschaffung unsererseits abgesichert. 
Hintergrund: Wir kaufen für unsere Bestandskund:innen langfristig und über viele Monate im Voraus ein und sind für 2026 vollständig versorgt – zu stabilen, bereits gesicherten Konditionen. Kurzfristige Preissprünge wirken sich dadurch nicht direkt auf die Verträge unserer Bestandskund:innen aus.

Portrait Christian Haferkamp

Wir haben gut vorgesorgt. Unsere Bestandskund:innen müssen in diesem Jahr nicht mit einer Preiserhöhung für Erdgas rechnen.

Christian HaferkampChief Sales Officer bei enercity

Warum steigen die Preise an der Tankstelle sofort, während die Gaspreise für Haushalte stabil bleiben? 

Der Gasmarkt funktioniert deutlich langfristiger als der Ölmarkt. Mineralölkonzerne orientieren sich stark am Tagespreis und geben Kostensteigerungen sofort weiter, obwohl ihre Lager häufig gut gefüllt sind. Im Gasbereich laufen die Beschaffungsprozesse anders: Wir sichern Energiekontingente viele Monate bis Jahre vor dem eigentlichen Verbrauch. Damit glätten wir Preisspitzen und schützen unsere bestehenden Kund:innen vor kurzfristigen Ausschlägen an den Börsen. Das ist eine bewusste Strategie, die sich jetzt auszahlt.

Und wie sieht es für Neukund:innen oder Tarifwechsler:innen aus? Müssen diese mit höheren Kosten rechnen? 

Für Neukund:innen und Personen, die aktiv in einen neuen Tarif wechseln möchten, gilt immer der aktuell gültige Marktpreis. Da sich dieser durch die geopolitische Lage spürbar erhöht hat, mussten auch wir die Preise hier anpassen. Das betrifft allerdings nicht die laufenden Verträge unserer treuen Bestandskundschaft. Wichtig ist: Unser Gasspeicher, der große Kavernenspeicher in Empelde, ist gut gefüllt, dient aber primär der Versorgungssicherheit. Preisstabilität erreichen wir vor allem durch eine kluge und langfristige Beschaffungspolitik.

18. März 2026
Hannover

Text: Tanja Requardt. Foto: Getty Images, Philipp Sonnack.

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