Parkplatz mit Ladesäule? Aber sicher!

Strom allein ist nicht genug: Mit kundenorientierten Ladelösungen gelingt die urbane Mobilitätswende. Das neue Pilotprojekt Ladesäulen-Sharing bietet eine exklusive Park- und Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge.

Das kennen E-Mobilistinnen und E-Mobilisten: Die angesteuerte öffentliche Ladestation ist gerade belegt oder das ein oder andere Mal unberechtigt zugeparkt. Dann heißt es weiterfahren – zum nächsten freien Ladepunkt. Mit dem neuen Ladesäulen-Sharing von enercity ist die Verfügbarkeit der Lade- und Parkmöglichkeit jetzt gesichert. Diese Lösung ist für alle Besitzerinnen und Besitzer von E-Autos sinnvoll, die ihr Fahrzeug nicht an einem Stellplatz zu Hause oder beim Arbeitgeber mit Strom auftanken können.

So funktioniert das Ladesäulen-Sharing

Beim Ladesäulen-Sharing bilden bis zu fünf Nutzende eine Gemeinschaft. Sie teilen sich eine Ladestation und einen Parkplatz. Eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten bietet so maximal zehn Mitgliedern auf zwei Parkplätzen eine Lademöglichkeit. Sie profitieren an „ihrer“ Ladesäule von exklusiver Park- und Ladezeit. Die Suche nach einem freien öffentlichen Ladepunkt entfällt.

Das Ladesäulen-Sharing von enercity ist das erste dieser Art in Deutschland. Noch befindet sich das innovative Vorhaben in der Pilotphase und wird vom Forschungsvorhaben „H-stromert“ begleitet und gefördert. Jetzt können Pilotkundinnen und -kunden das Angebot testen, Erfahrungen einbringen und bei der Weiterentwicklung dieser zukunftsorientierten Lösung mitwirken.

„In der Pilotphase erhält jeder Teilnehmende zunächst feste Ladezeiten, doch im späteren Betrieb planen wir flexible Zeitfenster zum Laden und kostenlosen Parken. Die Buchung und Abstimmung in der Ladegemeinschaft wird dann über eine App möglich“, erläutert Silvia Zulk, Produktmanagerin im Bereich Elektromobilität bei enercity. An einer Ladestation kann mit bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung geladen werden. Selbst wenn die Ladesäule mit der maximalen Belegung ausgelastet ist, soll jedes Mitglied der Gemeinschaft sein E-Auto mindestens zweimal pro Woche laden können.

Aktuell befinden sich im Stadtgebiet von Hannover zwei Ladesäulen, platziert auf enercity-eigenen Flächen: im Stadtteil Linden in der Ricklinger Straße 66 sowie in Bothfeld im Gerhart-Hauptmann-Weg 38.

Teilen, laden, sparen und entspannen

Auch preislich lohnt sich das Teilen einer Ladestation – ebenso wie die Entscheidung, jetzt als Pilotkundin oder -kunde mit einzusteigen: Die Fahrzeuge laden hier mit 27 Cent pro Kilowattstunde* zu einem günstigeren Kilowattstundenpreis als an den öffentlichen Ladesäulen von enercity (35 Cent pro Kilowattstunde). Der sonst übliche Zeittarif von zwei Cent pro Minute entfällt komplett, und die Grundgebühr fällt mit 14,90 Euro pro Monat** in der Pilotphase geringer aus.

Beispielrechnung für einen Monat

Fahrleistung: 250 km/Woche
Durchschnittlicher Verbrauch: 15 kWh/100 km (z. B. VW ID.3 oder Renault Zoe)
= Ladekosten inkl. Grundgebühr: 56 €/Monat

 

„Der einzelne Ladevorgang ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch entspannter. Denn ohne einen laufenden Zeittarif, der nach dem beendeten Ladevorgang zum schnellstmöglichen Umparken drängt, kann das Fahrzeug im Sharing-Modell im vereinbarten Zeitfenster weiter parken“, so Zulk.

Jetzt Pilotkunde werden

enercity sucht weitere Pilot- und Sharingkundinnen und -kunden für das neue Ladesäulen-Sharing. Die Pilotphase läuft vorerst bis zum 31. Juli 2020. Infos und Anmeldung unter  https://www.enercity.de/ladesharing. Die Beraterinnen und Berater aus dem Team Elektromobilität sind auch telefonisch erreichbar unter der Telefonnummer 0511.430.3113.

* Vergleich: 0,35 Euro pro Kilowattstunde plus 0,02 Euro pro Minute im Tagtarif an öffentlichen Ladestationen von enercity.
**Sonderpreis während der Pilotphase; Marktpreis kann danach abweichen.

Text: enercity Redaktion (Kerstin Kuhrmeyer) / Abbildungen: enercity.

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