Klimaschutz

    Alte Heizung austauschen – Umwelt und Konto schonen

    Sparsamer, sauberer und günstiger: Eine moderne Heizung ist gut für das Klima und das eigene Konto. Wer noch eine alte Heizungsanlage im Keller hat, den verpflichtet der Staat jetzt zur Modernisierung. Großzügige Fördertöpfe übernehmen bis zur Hälfte der Kosten.

    Alte Heizungsanlagen sind schlecht fürs Klima – und für das Konto von Hauseigentümern und Mietern. Denn sie entsprechen bei Energieverbrauch, Effizienz und Schadstoffemissionen nicht mehr dem Stand der Technik. Mit einer Heizungsmodernisierung dagegen sparen Verbraucher Geld und schonen die Umwelt. Der Staat fördert darum den Umstieg auf eine moderne Heizungsanlage seit Anfang 2020 mit einer Mischung aus Anreizen und gesetzlichen Regelungen. So winken auf der einen Seite hohe Zuschüsse und üppige Fördermaßnahmen; auf der anderen Seite stehen aber für Verbraucher auch hohe CO2-Abgaben und sogar handfeste Verbote bestimmter Anlagen ins Haus.

    Heizen mit Öl und Gas wird teurer

    So hat die Bundesregierung in diesem Jahr eine CO2-Bepreisung auch für Heizungen eingeführt. Heizen mit Öl und Gas wird darum schon im laufenden Jahr teurer – und ab 2022 steigt die Abgabe schrittweise immer weiter an. Die bundesweit rund 5,5 Millionen Ölheizungen schneiden bei Kosten und Klimaschutz besonders schlecht ab. Die CO2-Abgabe soll Verbraucher dazu bewegen, Ölheizungen auszutauschen und auf klimafreundlichere Technologien umzusteigen. Ab 2026 ist der Einbau reiner Ölheizungen sogar mit nur wenigen Ausnahmen ganz verboten.

    Parallel dazu stehen alte Anlagen im Visier: Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG – Nachfolger der Energieeinsparverordnung EnEV) schreibt seit November 2020 vor, dass Verbraucher sämtliche alte Öl- und Gasheizungen mit einer Nennleistung von vier bis 400 kW austauschen müssen, wenn sie 1990 oder davor in Betrieb gegangen sind und mit Konstanttemperatur-Technik arbeiten. Wer eine solche Heizung im Keller und seine Immobilie vor dem 1. Februar 2002 erworben hat, kommt um eine Modernisierung nicht herum. Das Alter einer Heizung lässt sich am Typenschild ablesen, es findet sich aber auch in alten Rechnungen, Bauunterlagen oder Schornsteinfeger-Protokollen. Ausschlaggebend ist dabei immer das Alter des Kessels.

    sparschwein-alte-heizung-tauschen.jpg
    Ein Heizungstausch lohnt sich auch finanziell: Mit modernen Anlagen lassen sich 30 bis 40 Prozent der Heizkosten sparen.

    Heizungsaustausch fördern lassen

    Bund, Länder, Gemeinden oder Energieversorger unterstützen den Heizungsaustausch zurzeit mit großzügigen Förderungen. Der Zuschuss für eine neue Heizung ist hilfreich, denn die kostet leicht mal eine vier- bis fünfstellige Summe. Viel Geld – doch Verbraucher können teilweise bis zur Hälfte dieser Summe über unterschiedliche Förderungen finanzieren. Der Rest amortisiert sich dann durch den geringeren Verbrauch der neuen Anlage meist in wenigen Jahren.

    So übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) rund 45 Prozent der Kosten für eine neue Luft- oder Erdwärmepumpe bei Gebäudesanierungen oder Neubauten. Auch Anlagen etwa für Solarthermie oder Biomasseheizungen werden gefördert. In der Region Hannover unterstützt zusätzlich der enercity-Fonds proKlima Verbraucher, die auf Wärmepumpen und Solarwärme umrüsten wollen.

    holzpellets-alte-heizung-tauschen.jpg
    Lassen sich gut mit einer solarthermischen Anlage für Heizung und Warmwasser kombinieren: umweltfreundliche Holzpelletheizungen.
    solar-alte-heizung-tauschen.jpg
    Solarthermische Anlagen für Heizung und Warmwasser lassen sich problemlos mit Wärmepumpen koppeln.

    Neue Heizung: Welche ist die richtige für mich?

    Verbraucher können inzwischen aus einer ganzen Reihe neuer, sparsamer Heizsysteme auswählen. Dazu zählen unter anderem:

    • klimaneutrale Luft-Wasser-Wärmepumpenheizungen
    • solarthermische Anlagen
    • umweltfreundliche Holzpelletheizungen
    • hocheffiziente Gas-Brennwertkessel
    • Mini-Blockheizkraftwerke für größere Wohnanlagen

    Wir haben für Sie einige Beispiele mit unterschiedlichen Immobilien und Heizungsanlagen durchgerechnet (Stand 2020). Die Berechnung zeigt: Welche Anlagenart jeweils am besten passt, das hängt von vielen individuellen Faktoren und örtlichen Gegebenheiten ab, etwa vom Sanierungszustand des Hauses, der Dämmung oder den vorhandenen Netzanschlüssen. Hier hilft eine Beratung durch Experten weiter.

    Wunschheizung kaufen? Mieten!

    Der Kauf einer neuen Heizungsanlage kostet mehrere Tausend Euro. Das will gut überlegt sein. Eine Alternative: Beim Contracting wird die Anlage gemietet. Diese Option stellt auch enercity seinen Kunden zur Verfügung. Dabei übernimmt der Energiedienstleister die gesamten Anschaffungskosten etwa für eine Wärmepumpe oder Gas-Brennwerttherme und kümmert sich um die Wartung. Die Contracting-Experten von enercity beraten zum jeweils optimalen Heizsystem und zu öffentlichen Förderungen und Zuschüssen des enercity-Fonds proKlima. Solche Rundum-sorglos-Pakete gibt es für Privat- und Geschäftskunden.

    Jetzt informieren!

    Text: Florian Sievers. Fotos: Westend61 (Header), Shutterstock (3).

    9. Juni 2021

    Verwandte Artikel

    Diese Themen könnten Sie auch interessieren.

    Newsletter abonnieren

    Sie möchten regelmäßig über innovative Technologien und spannende Fakten rund um die Themen Energie und Klimaschutz informiert werden? Dann abonnieren Sie den Newsletter unseres Energiemagazins #positiveenergie!

    Jetzt anmelden

    Sie haben Fragen, Lob oder Kritik?

    Schreiben Sie uns!
    E-Mail an die Redaktion